Biathlon-Doppel für Norweger Johannes T. Bö

Der 20-Jährige siegte auch am Sonntag überlegen
Der 20-Jährige siegte auch am Sonntag überlegen
Österreichs Biathlon-Herren haben am Sonntag eine große Chance ausgelassen. Trotz guter Ausgangspositionen verpassten die ÖSV-Athleten in der Weltcup-Verfolgung in Le Grand-Bornand die Top Ten. Bester Österreicher war wie am Vortag im Sprint Routinier Daniel Mesotitsch, diesmal als Elfter. Der norwegische Shooting-Star Johannes Thingnes Bö machte in überlegener Manier das Sieg-Double perfekt.


Bö hatte in Frankreich schon den Sprint dominiert. In Abwesenheit seiner stärksten Teamkollegen Emil Hegle Svendsen, Ole Einar Björndalen und Bruder Tarjei Bö sicherte sich der 20-Jährige mit nur einem Fehlschuss seinen zweiten Weltcupsieg. Der mehrfache Junioren-Weltmeister, der im Sommer einen Schlüsselbeinbruch erlitten hatte, triumphierte nach 12,5 km fast 40 Sekunden vor dem Deutschen Erik Lesser (0 Fehler) und dem Russen Anton Schipulin (1).

Ausgerechnet im Heimrennen riss dagegen die Podestserie von Martin Fourcade. Der Weltcup-Gesamtführende musste sich nach 14 Podestplätzen in Folge nach einem völlig verpatzten Rennen und drei Strafrunden mit Rang 17 zufriedengeben. Nur unwesentlich besser schossen die Österreicher. Bis zum abschließenden Stehend-Anschlag kämpften sie aber noch um die Spitzenplätze.

Mesotitsch, als Sechster gestartet, lag zu Hälfte des Rennens hinter Bö auf Platz zwei, ließ stehend aber jeweils eine Scheibe stehen. “Das war leider ein Fehler zu viel. So habe ich mir selber die Chance aufs Podest genommen”, ärgerte sich der 37-jährige Kärntner. “Läuferisch war es wieder in Ordnung, aber das Stehend-Schießen hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht.”

Simon Eder schoss beim dritten Schießen zwei Fahrkarten, verbesserte sich aber von Platz 21 auf 13. “Schade um die eine Serie, aber es war ein super Rennen und ich habe sauber gepunktet”, sagte der Salzburger. “Wenn ich die momentane Leistung halten kann, wird es bald auch wieder für ganze vorne reichen.” In der Weltcup-Gesamtwertung ist der 30-Jährige auch nach sieben Rennen hinter Fourcade Zweiter.

Dominik Landertinger (3 Fehler), Christoph Sumann (2) und Fritz Pinter (4) belegten die Ränge 22, 24 und 25. Landertinger beförderte sich im Finale aus dem Spitzenfeld. “Bis zum Schluss war ich super dabei”, erinnerte der Ex-Weltmeister. “Beim letzten Schießen sind dann leider zwei Fehler passiert. Vielleicht habe ich etwas zu viel riskiert und hätte mir beim letzten Schuss mehr Zeit lassen sollen. Aber ohne Risiko kann man auch nichts gewinnen.”

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