Biathletin Sachenbacher-Stehle zwei Jahre gesperrt

Die Deutsche bestritt bewusstes Doping
Die Deutsche bestritt bewusstes Doping
Die deutsche Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle ist nach ihrem positiven Dopingbefund bei den Olympischen Spielen in Sotschi für zwei Jahre gesperrt worden. Das gab der Biathlon-Weltverband (IBU) am Mittwoch bekannt. Die Sperre gilt rückwirkend ab 17. Februar, an dem die 33-Jährige nach Platz vier im Massenstart positiv auf die im Wettkampf verbotene Substanz Methylhexanamin getestet worden war.


Sachenbacher-Stehle hatte bei ihrer Anhörung bewusstes Doping bestritten. Die nun verhängte Maximalstrafe dürfte das Karriereende für die zweifache Langlauf-Olympiasiegerin aus Bayern bedeuten. Zudem wurde alle ihre Platzierungen bei den Winterspielen in Sotschi gestrichen. Sachenbacher-Stehle hat nun 21 Tage Zeit, um den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne anzurufen.

Bei ihren Anhörungen vor der IOC-Disziplinarkommission in Sotschi und der IBU-Anti-Doping-Behörde in Salzburg sowie in ihrer Zeugenaussage bei der Staatsanwaltschaft München hatte Sachenbacher-Stehle zu Protokoll gegeben, dass sie die Substanz unbewusst über ein Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen habe. Dieses habe sie von einem privaten Ernährungsberater erhalten. Nach dem positiven Test war sie aus dem deutschen Olympia-Team ausgeschlossen und nach Hause geschickt worden.

Neben Sachenbacher-Stehle sperrte der Biathlon-Weltverband (IBU) am Mittwoch auch die Russin Irina Starych wegen Dopings für zwei Jahre. Die Sperre gilt rückwirkend ab 23. Dezember 2013. Damals war Starych in einer Trainingskontrolle in Pokljuka in Slowenien EPO-Doping nachgewiesen worden.

Der positive Befund der 26-Jährige war kurz vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi bekannt geworden. Die als Weltcup-Sechste damals beste russische Biathletin wurde daraufhin aus der Olympia-Mannschaft zurückgezogen.

Bei Trainingskontrollen war auch Jekaterina Jurjewa erwischt worden. Die Ex-Weltmeisterin war bereits 2008 wegen EPO-Missbrauchs für zwei Jahre gesperrt worden. Die 30-Jährige war in Slowenien zweimal innerhalb einer Woche positiv getestet worden. Als Wiederholungstäterin droht ihr eine lebenslange Sperre. Eine Entscheidung steht in diesem Fall noch aus. Jurjewa soll ihre Karriere aber bereits für beendet erklärt haben.

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