Bezirk St. Pölten: Ermittlungen um Tod von Pflegeheimbewohnern in NÖ

In Zusammenhang mit dem Tod von Pflegeheimbewohnern in St. Pölten hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen.
In Zusammenhang mit dem Tod von Pflegeheimbewohnern in St. Pölten hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. ©AP Photo/Thomas Kienzle
Die Staatsanwaltschaft in St. Pölten hat im Zusammenhang mit dem Tod von Bewohnern eines privat geführten Pflegeheims in der niederösterreichischen Landeshauptstadt Ermittlungen aufgenommen.
Haftstrafen im Prozess um Pflegeheim

Entsprechende Medienberichte wurden am Freitag auf Anfrage bestätigt. Im Raum stehe der Verdacht der fahrlässigen Tötung sowie der fahrlässigen Körperverletzung in mehreren Fällen, teilte ein Sprecher der Anklagebehörde mit.

Ermittlungen um Tod von Pflegeheimbewohnern in NÖ

Es seien drei Obduktionen durchgeführt worden, auf die Gutachten werde gewartet. Warum bei vier gegenständlichen Todesfällen dreimal eine Autopsie vorgenommen wurde, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten damit, dass in einem Fall bereits eine Einäscherung stattgefunden habe und deshalb naturgemäß keine Obduktion mehr möglich sei. Weitere Details wurden nicht genannt. Verwiesen wurde darauf, dass aktuell noch Vernehmungen auf dem Programm stehen würden. Offen blieb indes auch, ob die Ermittlungen zunächst gegen unbekannte Verdächtige oder bereits gegen konkrete Beschuldigte geführt werden.

"Durch Erkrankungen und behördlich angeordnete Quarantäne-Maßnahmen kam es im Februar zu einem Mitarbeiter-Engpass. In dieser Zeit mussten vier hochbetagte Bewohner ins Universitätsklinikum St. Pölten gebracht werden, wo sie verstarben", wurde die Leiterin des betroffenen Pflegezentrums von den "NÖN" ("Niederösterreichische Nachrichten") zitiert. Die Lage bei den Beschäftigten habe sich allerdings rasch stabilisiert.

Heimbewohner in schlechtem Zustand ins Spital eingeliefert

Einem Bericht der "Kronen Zeitung" (Freitagsausgabe) zufolge kamen die Erhebungen ins Rollen, weil Ärzte im Universitätsklinikum St. Pölten auf den bedrohlichen Gesundheitszustand eines ins Spital eingelieferten Heimbewohners aufmerksam gemacht hatten. Nicht ausgeschlossen sei, dass es im Pflegeheim wegen Corona-bedingter Personalengpässe an ausreichender Vorsorge gefehlt habe. Für die Einrichtung gilt laut dem Bericht nun ein Aufnahmestopp.

(APA/Red)

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