Beziehung Hamilton - McLaren in der Krise

Schwere Zeiten für den Weltmeister
Schwere Zeiten für den Weltmeister ©APA (epa)
Die Vorzeige-Beziehung zwischen Weltmeister Lewis Hamilton und seinem Formel-1-Team McLaren-Mercedes wird durch die jüngste Lügenaffäre ernsthaft auf die Probe gestellt.

Laut einem Bericht der Zeitung “Sunday Times” soll der 24-jährige Engländer sogar darüber nachgedacht haben, den Rennstall und in weiterer Folge sogar den Sport zu verlassen. McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh dementierte umgehend.

Hamilton war in Australien nachträglich disqualifiziert worden, nachdem er vor den Sportkommissären falsch ausgesagt hatte. Der Jungstar hatte sich dafür am Freitag öffentlich entschuldigt, dem Team allerdings vorgeworfen, ihn dazu angewiesen zu haben. Die Pressekonferenz war laut Angaben der “Times” erst ermöglicht worden, nachdem Hamilton unter anderem mit dem FIA-Präsidenten Max Mosley gesprochen und mit Rücktritt gedroht hatte.

“Ich glaube nicht, dass diese Berichte wahr sind”, betonte Whitmarsh. Er habe mit Vater und Manager Anthony Hamilton gesprochen, und dieser habe ihm versichert, dass es kein Telefonat mit Mosley gegeben hatte. Whitmarsh gerät aber selbst immer mehr unter Druck. Der 50-Jährige war erst im Jänner Ron Dennis als McLaren-Teamchef nachgefolgt, hatte sich in Folge der Affäre aber bereits von seinem Sportdirektor Dave Ryan trennen müssen.

Ryan, der Hamilton zur entsprechenden Anhörung begleitet hatte, wird von vielen Beobachtern als “Bauernopfer” gesehen. Whitmarsh gestand zwar Fehler ein, habe laut eigenen Angaben aber nicht an Rücktritt gedacht. Die Entscheidung liege bei den Eigentümern. McLaren steht zu 40 Prozent im Besitz von Mercedes, jeweils 30 Prozent halten eine Staatsholding von Bahrain sowie Dennis mit seinem saudi-arabischen Geschäftspartner Mansour Ojjeh.

  • VIENNA.AT
  • Motorsport
  • Beziehung Hamilton - McLaren in der Krise
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen