Beträchtliche Wirtschaftsimpulse erwartet

Die Fußball-Europameisterschaft 2008 soll ein großes Geschäft werden und auch die heimische Gesamtwirtschaft ankurbeln.

Insgesamt soll die Veranstaltung kumuliert knapp 6.000 Vollzeit-Jobs schaffen und das österreichische Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,15 Prozent erhöhen, besagt eine Studie des Sportökonomieinstituts Sports Econ Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) und des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB). Die gesamten Wertschöpfungseffekte des Events werden mit 321 Mio. Euro beziffert, die Auswirkungen auf die Kaufkraft auf 263,4 Mio. Euro.

Der prognostizierte BIP-Beitrag für Österreich liegt minimal unter den 0,18 Prozent, die die EM 2004 in Portugal zur Wirtschaft des Landes beigetragen hat, das war ein Sechstel des BIP-Wachstums. Der höhere Wachstumsbeitrag wird damit erklärt, dass in Portugal mehr Geld in Infrastrukturprojekte floss, was in Österreich in diesem Ausmaß nicht mehr erforderlich sei. Für 2008 sagt das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) ein Gesamtwachstum von 2,3 Prozent voraus.

Die größte belebende Wirkung soll die EURO 2008 auf die heimische Baubranche und den Tourismus haben. In die Stadien der vier österreichischen Spielorte Wien, Klagenfurt, Salzburg und Innsbruck sollen insgesamt 136 Mio. Euro investiert werden, 72 Mio. Euro sollen direkt in die Baubranche fließen. 37,55 Mio. Euro kommen vor- und nachgelagerten Bereichen zugute. 35,08 Mio. Euro werden im Ausland wirksam.

Positive Effekte soll die Europameisterschaft auch auf den Arbeitsmarkt haben: Umgelegt auf „Jahres-Vollzeitäquivalente“ sollen knapp 6.000 Jobs durch das Ereignis entstehen, die meisten in der Baubranche und im Tourismus. Knapp die Hälfte davon solle auch langfristig bestehen bleiben, erhoffen die Veranstalter. Volontariate sind dabei nicht berücksichtigt, der Großteil der Beschäftigungsverhältnisse wird befristet sein.

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