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Besinnliches Kirchenkonzert in Gersthof-St. Leopold

Das Wiener Klassik Ensemble unter der Leitung von Sepp Knoflach spielt am Sonntag Werke von Bruch, Bach, Franck und Beethoven.

Auf ein festliches Kirchenkonzert am Wochenende kann man sich in Währing freuen: In der Pfarre Gersthof-St Leopold präsentieren sich das Wiener Klassik Ensemble, der Chorus Sancti Severini, der Chor Gersthofer Kantorei St. Leopold sowie die SolistInnen Martina Wagner, Sopran, Elisabeth Wolfbauer, Alt, Franz Fahrleitner, Tenor und Jorge Nazrale-Favier, Bass unter der Leitung von Sepp Knoflach.

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Sepp Knoflach (Dirigent)
In seinem Hauptberuf hat sich der Dirigent Sepp Knoflach als Dipl.-Ing. für Technische Physik mit den technischen Problemen des Umweltschutzes befaßt.

Aus einer hausmusizierenden Familie stammend begann seine musikalische Laufbahn in früher Jugend mit Gesang und Violine. Jahrelanges Orchesterspiel im Akademischen Orchesterverein und in Kirchen verschafften ihm musikalisches Verständnis und Routine. Nach späteren Studien in Chorgesang, Stimmbildung und Dirigieren übernahm er 1984 die Gersthofer Kantorei St. Leopold und 1991 den Chorus Sancti Severini. Die Hauptaufgabe, nämlich die musikalische Gestaltung der Liturgie, erfüllt er mit seinen Chören für beide Pfarren. Neben der klassischen Literatur dienen hauptsächlich a-capella-Chöre und zeitgenössische deutsche Ordinarien dieser Aufgabe. Höhepunkte seiner musikalischen Arbeit stellen die jährlichen Konzerte dar. In ihren Programmen finden sich große Messen, Solo-Konzerte, Oratorien und Kantaten.

Martina Wagner (Sopransolistin)
Nach ihrem Studium der Lebensmittel- und Biotechnologie mit dem Abschluss zum Diplomingenieur mit ausgezeichnetem Erfolg ist die gebürtige Wienerin nun als Produktmanagerin und Qualitätsbeauftragte in einem österreichischen Diagnostik-Unernehmen tätig. Martina Wagner studierte zudem Sologesang bei Frau Elfiede Obrowsky und gibt als lyrischer Koleratursopran zahlreiche Konzerte v.a. auf dem Gebiet der Oper/Operette und der Kirchenmusik. Ein überaus umfangreiches kirchenmusikalisches Repertoire machte sie zu einer gefragten Solistin in vielen Kirchen Wiens und ganz Österreichs.

Elisabeth Wolfbauer (Altsolistin)
Die österreichische Mezzosopranistin Elisabeth Wolfbauer studierte Musik-, Gesang- sowie Instrumentalpädagogik an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Meisterkurse, u.a. bei Walter Berry, Grace Bumbry, Iris Vermillion und Julia Hamari, rundeten ihre Ausbildung ab. 2004 war sie Finalistin des internationalen Wettbewerbs „Debüt in Meran“. Rasch machte sie sich als Konzert- und Oratoriensängerin im In- und Ausland einen Namen. Auf der Opernbühne verkörpert Elisabeth Wolfbauer ein breites Repertoire von Mozart über Humperdinck, Wagner, Strauss und Britten bis hin zur Operette. Unter Daniel Harding debütierte sie 2005 bei der Salzburger Mozartwoche. 2006 sang sie zum ersten Mal im Theater an der Wien unter Bertrand de Billy in Schulhoffs „Flammen“. Im Jänner 2008 gab sie wieder im Theater an der Wien unter Bertrand de Billy die Mère Jeanne in „Dialogues des Carmelités“ von Francis Poulenc.

Franz Fahrleitner (Tenorsolist)
Im Bereich der Wiener Kirchenmusik ist Franz Fahrleitner der am häufigsten engagierte Tenorsolist zur Interpretation der Wiener Klassik. Von der Steiermark, wo er geboren wurde, kam er zum Studium an der Technischen Universität nach Wien. Parallel nahm er Gesangsunterricht am Prayner-Konservatorium und besuchte die Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und ließ sich im Sologesang ausbilden. Die Musik hat obsiegt und so ist Franz Fahrleitner seit 1997 freiberuflicher Sänger. Eine besondere Stellung in seiner künstlerischen Tätigkeit nimmt die Interpretation geistlicher Musik ein. Aus der Reihe diesbezüglicher Engagements seien hervorgehoben seine Mitwirkung im Abschlussgottesdienst des Mitteleuropäischen Katholikentages in Mariazell, im Requiem für Franz Kardinal König, beim Begräbnis von Bundespräsident Dr. Thomas Klestil, im Festgottesdienst mit Papst Benedikt XVI. im Wiener Stephansdom. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die Bühnenmusik mit Soloauftritten in Musicals und Hauptrollen in Oper und Operette. So hat er zum Beispiel den Tamino in Mozarts Zauberflöte über hundertmal gegeben. Franz Fahrleitner hat zahlreiche Liederabende, Opern- und Operettenkonzerte im In- und Ausland absolviert. Konzertreisen haben ihn durch Europa, in die USA, nach Asien und Südamerika geführt.

Jorge Nazrala-Favier (Basssolist)
MMag. Jorge Luis Nazrale-Favier ist gebürtiger Argentinier. An der Kunstfakultät von Mendoza, Argentinien, belegte er das Konzertfach für Klavier. Als Magister der Künste schloss er das Studium ab. An der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien studierte Jorge Nazrale-Favier Lehrbefähigung IGP I und Magister Artium IGP II Klavier und Gesang. Beide Studien beendete er mit ausgezeichnetem Erfolg. Künstlerisch tätig ist Jorge Nazrale-Favier sowohl als Baritonsolist im Bereich Oper, Lied und Oratorium sowie als Pianist. Er trat mit renommierten Orchestern von Südamerika, darunter das Orquestra Estable del Teatro Colón, Buenos Aires, auf. Als Mitglied des Wiener Rundfunkchores von 1991 bis 1995 wirkte er bei zahlreichen Plattenaufnahmen mit. Jorge Nazrale-Favier ist Lehrer an der Regionalmusikschule Böheimkirchen – Kasten – Kirchstetten, Niederösterreich. Seine Unterrichtsfächer sind Gesang, Stimmbildung, Klavier, Chorgesang, Kammermusik. Er ist Leiter des Chores „Temperamente“ der Musikschule.

Chorus Sancti Severini (Gemischter Chor)
Die Heimatpfarre des Chores, St. Severin, Kreuzgasse, 18. Bezirk, gedenkt 2008 der Einweihung der Pfarrkirche vor 150 Jahren. All die Jahre hat die Pfarre über einen Kirchenchor verfügt. In jüngerer Zeit haben einige Persönlichkeiten zur Blüte des Chores beigetragen. Prof. Dipl.-Ing. Fritz Brucker, heute Chormeister des Wiener Schuberbundes, war Chorleiter in St. Severin. Ein weiterer erfolgreicher Chorleiter war Prof. Werner Fritzsche. Der leider zu früh verstorbene Herbert Wagner, Schuldirektor und Bezirksrat, Chormitglied und Basssolist, kümmerte sich um administrative Belange des Chores. Unter seiner Ägide kam es 1991 zur Zusammenarbeit von Gersthofer Kantorei und Kirchenchor St. Severin und zum Engagement von Sepp Knoflach als Chorleiter. Seit damals nennt sich der Chor Chorus Sancti Severini. Zu Feiertagen und zu besonderen Festen besorgt die Chorgemeinschaft die musikalische Gestaltung der Liturgie. Über einfache Lieder und mehrstimmige Motetten hinaus hat sich das Repertoir des Chores bis zu Passionen und kleinen Oratorien erweitert, wobei die Entstehungszeiten der Kompositionen vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart reichen. Die Chorgemeinschaft pflegt natürlich die Tradition der Kirchenmusikkultur in Form der „klassischen lateinischen Messen“. Namen wie Hugo Distler, Anton Heiller, Josef Friedrich Doppelbauer, Ernst Tittel und Peter Planyavsky finden sich in den Programmen.

Gersthofer Kantorei St. Leopold (Gemischter Chor)
Der Kirchenchor der Pfarre hat eine mehr als hundert Jahre währende Tradition. Aus Anlass der Errichtung der Gersthofer Pfarrkirche St. Leopold am Bischof Faber Platz und ihrer Einweihung 1891 wurde 1890 der Gersthofer Kirchenmusikverein gegründet. 1984 wurde der Kirchenchor in Gersthofer Kantorei St. Leopold unbenannt. 1991 hat der Chorleiter der Gersthofer Kantorei, Sepp Knoflach, auch die Leitung des Chorus St. Severini der Pfarre St. Severin in der Kreuzgasse im 18. Bezirk übernommen. Beide Chöre proben gemeinsam und treten gemeinsam auf.
Aufgabe des Chores ist die musikalische Gestaltung von Gottesdiensten, die Stärkung des Gemeindegesanges und die musikalische Umrahmung vom Pfarrveranstaltungen. Während der Wiener Festwochen wird im Rahmen der Bezirksfestwochen ein Kirchenkonzert veranstaltet. Das für die Auftritte verwendete Repertoire umschließt Musik der Renaissance bis zu zeitgenössischen Werken. Messen, Oratorien, Passionen, Kantaten, Motetten und Lieder werden anlassbezogen wiederaufgeführt oder neu einstudiert.

Wiener Klassik Ensemble / Orchester (Orchester)
Das Wiener Klassik Ensemble wurde im Jahre 1998 von Solisten bedeutenster Wiener Orchester gegründet. Die außergewöhnliche Vielseitigkeit des WKE spiegelt sich auch in der variablen Besetzungsgröße wider: Vom Streichquartett, über Kammermusik bis hin zum Sinfonieorchester in Stärke und Stil der Wiener Klassik. Je nach Programm und Zyklus wird die Formation als Orchester oder Ensemble besetzt. Die laufende Auseinandersetzung mit den großen Meistern der Wiener Klassik, in deren Zeit nicht zuletzt auch Schubert, Lanner, Strauß Vater und Sohn wirkten, lieferte den Anlaß, das Ensemble nach dieser Epoche zu benennen.


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