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Berger hat genug

Er ist seit über 20 Jahren im Motorsport, er gilt als „Architekt“ des Formel-1-Engagements von BMW. Aber jetzt hat Gerhard Berger vorerst genug.

Nach einem hektischen Leben, das er in den vergangenen Jahren größtenteils an Rennstrecken oder im Flugzeug verbracht hat, hat sich der Motorsportdirektor des Münchner Automobilkonzerns nach langer Überlegung dazu entschlossen, seinen Ende September auslaufenden Vertrag mit BMW nicht mehr zu verlängern und sich ins Privatleben zurückzuziehen.

Seit 1980 ist Gerhard Berger im Motorsport, seit 1984 fester Bestandteil der Formel-1-Szene. Doch mit 43 Jahren setzt er nun trotz seiner Liebe zu diesem Sport andere Prioritäten. Bereits kurz vor Weihnachten hatte er angedeutet, dass sein Entschluss in diese Richtung gehen könnte. 1998 hatte Berger den Posten bei BMW übernommen und sich auf ganz neue Aufgaben eingestellt. Zusammen mit dem promovierten Ingenieur Mario Theissen avancierte er zu einer der erfolgreichsten Doppel-Spitzen der Formel 1. BMW war gleich im Debütjahr 2000 ein verlässlicher Partner für Williams, im Vorjahr schaffte BMW-Williams in der Konstrukteurswertung Platz zwei hinter Ferrari.

Der zehnfache Grand-Prix-Sieger, der in seiner Formel 1-Karriere 210 Rennen bestritt und 1988 und 1994 als Ferrari-Pilot WM-Dritter wurde, kennt die Formel 1 wie kaum ein Zweiter. Er fuhr für Ferrari, McLaren und Benetton, doch immer hatte er eine besondere Beziehung zu BMW. Mit den Münchnern gelang ihm 1984 der Einstieg in die „Königsklasse“ und 1986 der erste Sieg. Aber es gab auch weniger schöne Momente, schließlich stand er schon früher mehrmals am Scheideweg. Das war nach seinem Feuerunfall 1989 in Imola, oder fünf Jahre später, als unmittelbar nach seinem Landsmann Roland Ratzenberger auch sein Freund und Leitbild Ayrton Senna auf derselben Strecke nach einem Defekt mit 300 km/h in den Tod gerast war. Doch der Motorsport ließ ihn nicht los.

Doch Berger ließ sich eine Hintertüre offen. „Ich glaube, dass es nach einem gewissen Zeitraum ohne weiteres auch wieder sein kann, dass ich wieder auftauche in der Szene. Vielleicht sogar bei BMW oder vielleicht auch ganz woanders. Motorsport ist meine Welt.“

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