Benzinpreise bleiben hoch

Nachdem als einziges Ergebnis des heutigen „Benzinpreisgipfels“ bei Minister Bartenstein zu Buche schlägt, dass er „innert ein bis zwei Jahren unsere Nettotreibstoffpreise auf EU-Niveau abgesenkt sehen“ möchte, liegt es wieder und mehr denn je an den Autofahrern selbst, Gegenstrategien zum Diktat von OMV & Co. zu entwerfen.

Jürgen Wagner vom ÖAMTC Vorarlberg: „Die Autofahrer müssten ihre Bequemlichkeit ablegen und wirklich zu jenen Discountern tanken fahren, die den marktbeherrschenden Ölmultis die Stirn bieten. Freilich müssten auch die Discounter selbst über längere Zeiten und großräumig deren Preise unterbieten, weil niemand jeden Tag in Zeitung óder Internet auf Billigstpreissuche geht.“

ÖGB-Chef Norbert Loacker macht die Regierung für den seit sechs Jahren nicht erhöhten amtlichen Kilometergeldtarif verantwortlich, wodurch vor allem den Pendlern das Geld verantwortungslos aus der Tasche gezogen werde. Loacker wundert sich, dass Bartenstein „mit den Benzinmultis ungleich mehr Geduld aufbringt als bei Fragen, wo eigene Interessen berührt sind“. Und er vermisst auch ein Machtwort von Vizekanzler Gorbach, der in seiner Vorarlberg-Zeit „oft und gern gegen die üble Abzocke der Multis zu Felde gezogen ist“, wie Loacker formulierte.

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