Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Begeisterung über Apples iPhone

Sie haben monatelang sehnsüchtig darauf gewartet, tagelang vor den Läden Schlange gestanden, die letzten Sekunden im Chor heruntergezählt und schließlich unter Jubelschreien die Läden gestürmt.

Und auch am Tag nach der Einführung des iPhone schien die Begeisterung über Apples neues Handy nicht abflauen zu wollen: Getrübt wurden die zum Teil atemlosen Berichte über das „Design-Wunder“ am Wochenende hauptsächlich von Problemen bei der Aktivierung durch den Mobilfunkbetreiber AT&T. Wie viele Geräte Apple nach dem monatelangen Hype tatsächlich absetzte, wollten die Firmen nicht sagen.

„Es ist großartig. Es ist das Beste, was ich jemals in meinem Leben gesehen habe“, schwärmte ein New Yorker Privatdetektiv. „Es ist nicht wie ein Computer, es ist nicht wie ein Telefon, es ist wie eine lebendige Statue in meinen Händen“, sagte ein verzückter Mobilfunkberater in San Francisco. Insbesondere der vergleichsweise große, berührungsempfindliche Bildschirm, der eingebaute Internet- Browser und die Musik- und Videofähigkeiten des iPhone wurden gelobt.

„Es ist wirklich eine Enttäuschung“, sagte dagegen ein Mann aus Florida, der neun Stunden angestanden hatte. Auch nach wiederholten Anrufen bei AT&T habe er sein iPhone nicht aktivieren können. „Jetzt bin ich etwas weniger begeistert.“ Auch das Gerät von David Clayman, der als Dritter in der Schlange vor dem Apple-Geschäft in Manhattan viel Aufmerksamkeit der Medien auf sich gezogen hatte, bekam bis Samstag keine Freischaltung. Der Aktivierungsprozess läuft über die iTunes-Software und ist die einzige Art, das Gerät zum Laufen zu bringen.

Ein AT&T-Sprecher sagte am Samstag, die „große Mehrheit“ der Kunden habe innerhalb von Minuten das iPhone benutzen können. Bei einigen habe es Verzögerung bei der Anmeldung gegeben, „was bei einer derartigen Produkt-Vorstellung schon mal passieren kann“. Der Exklusiv-Partner von Apple gab bekannt, dass schon in der Nacht „so gut wie alle“ der Geräte in seinen 1.800 US-Läden ausverkauft worden seien.

Apple selbst machte zuerst keine Angaben, wie viele iPhones in den eigenen 162 Geschäften abgesetzt wurden. In einem Laden in San Francisco war am Samstagnachmittag zumindest die mit 600 Dollar (444 Euro) teurere Variante nicht mehr zu haben, von dem 500-Dollar-Modell waren noch zehn in den Regalen zu sehen. Seitdem Apple-Chef Steve Jobs auf einer Computermesse im Jänner das erste iPhone aus der Hosentasche zog und die Zuschauer mit seiner Vorführung von den Sitzen riss, hatten Technikfans dem Gerät entgegengefiebert. Auch Apples Aktie stieg seitdem um etwa 35 Prozent.

Jobs will bis 2008 zehn Millionen iPhones verkaufen, was einem Prozent des weltweiten Mobilfunkmarktes entsprechen würde. Experten fragen sich allerdings schon angesichts des Preises, ob der Computerkonzern in dem hart umkämpften Markt Fuß wird fassen können: Der durchschnittliche US-Kunde gibt für ein Handy weniger als 100 Dollar aus. Auf dem Handymarkt bieten Branchenriesen wie Nokia und Sony Ericsson schon sehr ähnliche Musik-Handys.

Analysten schauen daher nicht so sehr auf die Zahlen des ersten Ansturms. „Wichtig ist, was nach den ersten 90 Tagen passiert“, sagt Michael Gartenberg von Jupiter Research.

Apple hofft, mit dem iPhone den Erfolg seines iPods wiederholen zu können. Das iPhone wäre dann neben dem digitalen Musikgerät und dem traditionellen Computergeschäft das dritte Standbein der Kalifornier. Die Markteinführung des iPhones in Europa ist für Ende des Jahres geplant, ein Vertriebspartner steht noch nicht fest. Die Vorstellung in Asien ist für 2008 vorgesehen.

  • VIENNA.AT
  • Multimedia & Technik
  • Begeisterung über Apples iPhone
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen