Beatmungsschlauch gezogen: Wienerin wegen Mordes vor Gericht

Der Anwalt der Frau plädiert auf Tötung auf Verlangen.
Der Anwalt der Frau plädiert auf Tötung auf Verlangen. ©APA (Sujet)
Jene Wienerin, die im Vorjahr die Beatmungsschläuche ihres Freundes auf der Intensivstation im Wiener AKH gezogen haben soll, muss sich nun wegen Mordes vor Gericht verantworten. Ihr Anwalt plädiert auf Tötung auf Verlangen.
Mordanklage gegen Wienerin
Ermittlungen wegen Mordverdachts
Beatmungsschlauch gezogen

Weil sie ihrem im Sterben liegenden Freund im Spital die Schläuche des Beatmungsgerät gezogen hatte, woraufhin dieser starb, muss sich ab Mittwoch eine Frau vor Gericht verantworten. Das Paar hatte zuvor offenbar vereinbart, dass eine Lebensverlängerung für beide nicht infrage komme. Die Staatsanwaltschaft klagte dennoch wegen Mordes an, weil sie überzeugt ist, dass der Tod so früher eintrat.

Freund Beatmungsschlauch gezogen: Mordprozess in Wien

Der Mann lag im April 2018 im Sterben. Das Krankenhaus verständigte die Frau telefonisch, weil die Ärzte davon ausgingen, dass der 70-Jährige nur mehr wenige Stunden zu leben habe. Der Patient hatte sich von einer Nierentransplantation nicht mehr erholt.

Als die Frau bei ihrem Abschiedsbesuch mit ihrem Freund allein war, soll sie die Schläuche aus dem Beatmungsgerät des 70-Jährigen gezogen haben. Der Mann starb. Daraufhin ging ein Alarm los, Krankenhausmitarbeiter sollen die Frau noch mit dem Schlauch in der Hand im Zimmer angetroffen haben.

Ihr Anwalt, Gunther Gahleithner, will auf Tötung auf Verlangen plädieren. Bei einem weiteren Verhandlungstermin im Wiener Straflandesgericht im Oktober wird das Gutachten eines Intensivmediziners erläutert.

(APA/Red)

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