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Beamtengehälter: Einigung auf plus 9,15 Prozent

Die Beamtengehälter steigen um 9,15 Prozent.
Die Beamtengehälter steigen um 9,15 Prozent. ©APA/BARBARA GINDL (Symbolbild)
Am Mittwochabend haben sich die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) und younion sowie der für die Beamten zuständige Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) auf eine Erhöhung der Beamtengehälter geeinigt.
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Die Löhne im öffentlichen Dienst steigen ab dem 1. Jänner um 9,15 Prozent. Dabei beträgt die Mindesterhöhung der Beamtengehälter 192 Euro. Bei den niedrigsten Einkommen steigt der Betrag dementsprechend um 9,71 Prozent.

Zulagen und Vergütungen für Beamte werden ebenfalls um 9,15 Prozent erhöht

Der Abschluss wurde von der Gewerkschaftsseite als zufriedenstellend angesehen. Eckehard Quin, der Vorsitzende der GÖD, betrachtete ihn als "großen Erfolg". Ein "fairer Gehaltsabschluss" sei nicht nur eine Frage der "Gerechtigkeit und Wertschätzung", sondern auch eine "Investition in die Qualität und Kontinuität des Öffentlichen Dienstes". Christian Meidlinger, der Vorsitzende der younion, zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem Gehaltsabschluss: "Dieser Gehaltsabschluss für unsere Kolleg:innen spiegelt die hohe Anerkennung ihrer unermüdlichen Arbeit wider."

Vizekanzler Kogler betrachtete eine "rasche, faire Lösung", die "Stabilität und Kaufkrafterhalt" gewährleistet. Angesichts der bevorstehenden Pensionierungswellen, des Wettbewerbs auf dem Arbeitsmarkt und der angespannten wirtschaftlichen Lage wird dieser Abschluss als "richtig und wichtig" erachtet. "Diese rasche Einigung beweist den konstruktiven Willen aller Verhandlungspartner", betonte Finanzminister Brunner, der mit der Einigung die Leistungen des öffentlichen Dienstes anerkenne. Bei den Verhandlungen habe man aber "an die Grenzen" gehen müssen. Brunner dankte den Verhandlungspartnern für die "konstruktiven Gespräche".

Insgesamt sind 227.799 Personen, darunter Bundesbedienstete und Landeslehrerinnen, unmittelbar von den Gehaltsverhandlungen betroffen. Zusätzlich sind die 317.273 Bediensteten der Länder und Gemeinden indirekt betroffen, da sie voraussichtlich den Bundesabschluss übernehmen werden.

(APA/Red)

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