Beach-Volleyball: Jagerhofer möchte mit Major in Wien bleiben

Veranstalter Hannes Jagerhofer ist mit Wien als Standort sehr zufrieden.
Veranstalter Hannes Jagerhofer ist mit Wien als Standort sehr zufrieden. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Hannes Jagerhofer möchte auch über 2020 mit dem österreichischen Beach-Volleyball-Major in Wien bleiben. Eine Verlängerung ist wahrscheinlich.

Hannes Jagerhofer möchte sein österreichisches Beach-Volleyball-Major auch über 2020 hinaus in Wien ausrichten. Der derzeitige Vertrag mit der Stadt läuft nächstes Jahr aus, eine Verlängerung ist wahrscheinlich. "Solange wir dableiben können, bleiben wir da. Die Stadt Wien gibt uns sehr positive Signale, dass es ihnen taugt. Wir hoffen, dass wir länger dableiben können", erklärte Jagerhofer.

Jagerhofer mit Wien-Standort sehr zufrieden

Der Eventmanager war mit dem viele Jahre in Klagenfurt unmittelbar am Wörthersee ausgetragenen Turnier 2017 nach Wien gewechselt, weil es in seiner Kärntner Heimat Probleme mit der öffentlichen Finanzierung gegeben hatte. Mit dem neuen Standort, sei er sehr zufrieden, stellte Jagerhofer klar. Für Wien spreche unter anderem, dass man hier in mehrerlei Hinsicht in neue Sphären vorgestoßen sei. "Das Turnier hat eine andere Dimension bekommen. Von den Besuchern her, von der medialen Wirkung her."

Rückkehr nach Klagenfurt vorerst unrealistisch

Die Rückkehr nach Klagenfurt scheint mittelfristig unrealistisch. Einige Partner würden sich aber eine abwechselnde Austragung in Wien und Kärnten wünschen, erläuterte Jagerhofer. "Weil wir unseren Gästen am Wörthersee ein ganz anderes Erlebnis geben können. In Wien gibt es eine andere VIP-Ausrichtung. Der Traum von vielen Sponsoren wäre Klagenfurt und Wien alternierend. Das wäre schon eine Überlegung wert, aber Wien wird uns nicht gehen lassen." Gänzlich ausschließen könne er eine Rückkehr aber auch nicht, ergänzte er.

Weitere Expansionen werden vorsichtig angegangen

Während es in Klagenfurt und in Wien dank Zuschaueransturms und finanzkräftiger Sponsoren immer gut gelaufen ist, zahlte Jagerhofer mit seinen Major-Turnieren an internationalen Standorten auch schon Lehrgeld. So musste er beispielsweise Porec wieder aufgeben. Am Beispiel Kroatien habe man lernen müssen, dass die dortige Wirtschaft das Millionenturnier nicht stemmen könne, erklärte Jagerhofer. In Hamburg sei man hingegen nach Anlaufschwierigkeiten dank der heurigen WM mit 130.000 Fans in der Erfolgsspur. "Wir sind draufgekommen, wenn wir uns entscheiden, irgendwohin zu gehen, müssen wir drei Jahre investieren, das heißt, du verlierst drei Jahre Geld."

Eine weitere Expansion müsse jedenfalls vorsichtig angegangen werden. "Wir versuchen natürlich, neue Länder dazuzukriegen, aber wir müssen schauen, wo es realistisch ist." Derzeit gebe es etwa Gespräche mit einem vierten europäischen Standort neben Gstaad, Wien und Hamburg. Um welche Stadt es sich handelt, könne er noch nicht verraten, so Jagerhofer. Er habe jedoch bereits eine mündliche Zusage dieser ganz in der Nähe befindlichen Metropole, verriet er. Weitere Verhandlungen sollen diese Woche in Wien folgen. Fraglich sei auch noch, ob sich der Neuzugang bereits 2020 oder erst 2021 ausgehen werde.

Neuerliche Ausrichtung in Fort Lauderdale bleibt Thema

Auch die neuerliche Ausrichtung in Fort Lauderdale sei nach wie vor ein Thema. Hier spieße es sich an den dort besonders hohen finanziellen Garantien der Stadt und des Bundesstaates Florida. "Wir arbeiten daran. Der CFO des Landes will uns unbedingt haben", sagte Jagerhofer. Auch in den USA könnte es erst wieder in zwei Jahren funktionieren. Seinen Angaben zufolge könnte in Fort Lauderdale in den nächsten Jahren ein fixes Beach-Stadion entstehen. Das würde zukünftige Veranstaltungskosten durch die wegfallende Errichtung und den Abbau des temporären Stadions deutlich reduzieren.

In Hamburg sei durch das vorhandene Tennis-Stadion am Rothenbaum die heurige WM mit 6,5 Millionen Euro Budget deutlich billiger gewesen als jene 2017 in Wien. Auf der Donauinsel sei man samt der Errichtung und des Abbaues des Center Courts auf insgesamt zehn Millionen gekommen. Für das kürzere und weniger Teilnehmer umfassende Major beträgt das Budget 6,7 Millionen.

(APA/Red)

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