Bauern beenden "Okkupation" von Zagreb

Nach fast fünfstündigen Verhandlungen haben am Donnerstag die kroatischen Bauern ihren Protest vor dem kroatischen Landwirtschaftsministerium im Zentrum der Hauptstadt Zagreb beendet.
Die Protestierenden und die Vertreter der Regierung haben sich unter anderem auf einen Milchpreis von 2,20 Kuna (30 Cent) pro Liter und auf ein zeitweiliges Verbot des Imports von Milchprodukten, vor allem Käse, geeinigt, berichtet die kroatische Tageszeitung “Novi list” am Freitag. Nach der Bekanntmachung der Verhandlungsergebnisse sind alle protestierenden Bauern mit ihren rund 300 Traktoren aus der kroatischen Hauptstadt abgezogen.

Auch die Verhandlungen mit den Banken über Kredite sowie die Auszahlung der Förderungen für alle Landbaukulturen sollen nun in Schwung gebracht werden. Über den Zeitpunkt der Auszahlungen werde aber später verhandelt, hieß es. Ein Teil der Bauern wollte den Protest fortsetzen, weil keine besseren Weizenpreise ausverhandelt wurden. Die Landwirte forderten 1,25 Kuna (17 Cent) pro Kilogramm. Ihre Vertreter treffen sich am kommenden Montag im Landwirtschaftsministerium, um in dieser Angelegenheit zu beraten. Falls keine Vereinbarung erreicht wird, werden die Bauern die Verkehrswege blockieren, kündigten sie an.

Grund für den Protest waren unter anderem die Forderungen nach einer sofortigen Auszahlung aller Subventionen, die Subventionierung von Zinsen und ein einjähriges Moratorium für Kredite. Außerdem verlangten die Bauern bessere Weizenpreise sowie Förderungen für die Milchproduktion. Ferner forderten sie ein Treffen mit Ministerpräsident Ivo Sanader.

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