Basketball: Schiedsrichter-Groteske vor Cup Final Four

Einen Tag vor dem Beginn des Chevrolet Cup Final Four der Basketball-Herren ist es zu einer Schiedsrichter-Groteske gekommen.

Rund zehn für die Veranstaltung in Wels infrage kommende Spielleiter sagten laut Liga-Präsident Norbert Steger im Laufe des Freitags zunächst ihre Teilnahme ab. Nach Androhung Stegers, die Verweigerer zu sperren und ausländische Referees zu nominieren, folgte von den Beteiligten ein “Rückzieher” – am späteren Nachmittag standen alle wieder für einen Einsatz zur Verfügung.

Hintergrund der Vorgehensweise waren die Ereignisse rund um den 93:84-Sieg der Oberwart Gunners in Fürstenfeld am vergangenen Montag. Fürstenfeld-Boss Harald Fischl fühlte sich in diesem Match von den Schiedsrichtern Andreas Roth und Kurt Seitlinger benachteiligt und machte seinem Ärger in einem Offenen Brief Luft (was Mitte der kommenden Woche von der Liga sanktioniert werden könnte).

Es folgte offenbar ein “Solidarisierungseffekt” innerhalb der Schiedsrichter-Zunft. “Ich will kein Event pfeifen, wo Fürstenfeld mitspielt”, lautete die Begründung in den Absagen. Steger reagierte mit Unverständnis und kündigte Konsequenzen an. “Wir werden ein Lizenzierungsverfahren für Schiedsrichter einführen, und wenn dann so etwas noch einmal passiert, wird die Lizenz eingezogen. Außerdem können wir bei bestimmten Events auch ausländische Referees einsetzen”, betonte der Ex-Politiker.

Das Final Four wird am Samstag mit der Partie Wels – Klosterneuburg eröffnet, danach treffen die favorisierten Fürstenfelder auf Traiskirchen. Das Finale steigt am Sonntag.

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