Barry Hearn will Snooker wiederbeleben

Snooker: Die Bälle sollen schneller rollen
Snooker: Die Bälle sollen schneller rollen ©vienna.at
Mit einem neuen Präsidenten will die seit Jahren dahinsiechende Billard-Sportart den Turnaround schaffen und wieder so attraktiv werden wie zu ihrer Blütezeit in den Achtziger-Jahren. Der englische Unternehmer Barry Hearn soll Snooker preisgeld- und vermarktungstechnisch in eine neue Ära führen.

“Wir brauchen einen neuen Zugang, damit wir den Sport für junge Menschen und Sponsoren wieder attraktiver machen”, sagte Hearn gegenüber BBC. Er will seinen Masterplan bereits bei den Weltmeisterschaften im April in Sheffield präsentieren.

Hearn ist – wie viele Spieler – der Meinung, dass einzelne Turniere zu lange dauern und darunter das Interesse von Fans, Medien und Sponsoren leidet. “Wir brauchen schnellere Resultate und schnellere Unterhaltung”, skizziert Hearn seinen Weg. Der 61-jährige Sportpromoter organisiert neben Dart- und Bowlingwettkämpfen auch die Snooker Premier League. Die von Natur aus nicht unbedingt telegene Sportart Darts baute Hearn zu einem kommerziellen Erfolg aus.

Der bisherige Präsident des Snooker-Weltverbands, der World Professional Billiards and Snooker Association (WPBSA), Sir Rodney Walker, wurde bei der Jahresversammlung am Mittwoch abgewählt – damit war der Weg frei für Hearn, der von prominenten Spielern wie Ronnie O’Sullivan und John Higgins unterstützt wird. Snookerlegende Steve Davis soll seinen langjährigen Freund Hearn gar persönlich dazu bewogen haben, sich der WPBSA anzunehmen. Davis wandte sich vom bisherigen Präsidenten Walker ab, als dieser seine Pensions- und Spesenkonten um kolportierte 54.600 Pfund (60.000 Euro) anheben ließ, während das Personal der WPBSA mit zehnprozentigen Lohnkürzungen konfrontiert wurde.

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