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Bärensuche im Montafon: Wildtier-Experte Hubert Schatz mit den neuesten Infos

Wildtier-Experte Hubert Schatz über die Bären-Sichtung im Montafon.
Wildtier-Experte Hubert Schatz über die Bären-Sichtung im Montafon. ©VN; Canva
Wildtier-Experte Hubert Schatz über die angebliche Bären-Sichtung im Montafon.
Fährten im Gortipohler Wald. Von einem Bär, oder …?
"Es waren Bären!" Wie Mutter und Tochter ...

Zwei Fußgängerinnen haben am Mittwoch im Montafon in den Morgenstunden möglicherweise zwei Bären gesehen. Am Tag danach war noch bis zum Nachmittag unklar, ob es sich bei der Beobachtung tatsächlich um zwei Bären handelte.

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Über die aktuellen Ergebnisse der ersten Spurensuche informierte Wildbiologe Hubert Schatz von der Abteilung Landwirtschaft und ländlicher Raum am Donnerstag bei "Vorarlberg LIVE".

Spaziergänger hatten im Montafon Alarm geschlagen

Nach einer angeblichen Bärensichtung am Mittwoch in Vorarlberg gab der Wildbiologe Hubert Schatz am Donnerstag Entwarnung. Bisher gebe es keine Hinweise, dass es sich um Bären gehandelt habe, so der Experte von der Abteilung Landwirtschaft und ländlicher Raum des Landes Vorarlberg zur APA. Es gebe keine Spuren, die darauf hindeuteten, erklärte er. Zwei Spaziergängerinnen hatten in Gortipohl im Montafon Alarm geschlagen.

Spuren festgestellt, aber ...

Die beiden Frauen gaben an, gegen 7.30 Uhr beim Spaziergang mit ihren Hunden zwei Bären gesichtet zu haben. Die Tiere, ein größeres und ein kleineres, hätten eine Lichtung zwischen zwei Waldstücken gequert und seien im dichten Wald verschwunden, auch ein Brüllen hätten sie gehört. Aus Angst flüchteten die Frauen sofort in die Garage eines nahe gelegenen Hauses, Fotos oder Videos gibt es nicht. Die Spaziergängerinnen riefen die Polizei, die gemeinsam mit einem Jagdaufseher die Stelle untersuchte. Es wurden zwar Spuren festgestellt, diese seien aber nicht zuordenbar gewesen.

Bisher kein Nachweis

Seitens der Behörden wurde in der Folge eine Untersuchung aufgenommen. Diese habe aber bisher keinen Nachweis der Präsenz eines Bären in der Gegend erbracht, so Schatz. Man habe auch Kontakt mit den Schweizer Kollegen aufgenommen, um abzuklären, ob diese Wanderbewegungen aus ihren Gebieten wahrgenommen haben, auch das sei ergebnislos geblieben. Dennoch habe man Jäger und Förster um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten. Schatz hielt eine Verwechslung im konkreten Fall für möglich, seit dem Vorfall im Trentino hätten auch andere Fachleute ein Ansteigen von Sichtungsmeldungen verzeichnet.

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Die Sendung "Vorarlberg LIVE" ist eine Kooperation von VOL.AT, VN.at, Ländle TV und VOL.AT TV und wird von Montag bis Freitag, ab 17 Uhr, ausgestrahlt. Mehr dazu gibt's hier.

(VOL.AT/VN/APA)

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