Bankraub in Mariahilf

Bild: BPD Wien
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Nur einen Tag nach dem Überfall auf eine Erste Bank in Wien-Favoriten ist am Freitag erneut ein Zettelbankräuber aktiv geworden:

Zwei gegenüber liegende Geldinstitute an der Ecke Mariahilfer Straße – Stumpergasse waren hintereinander sein Ziel. Der Modus Operandi war ähnlich wie der des Räubers am Vortag, sagte ein Ermittler der Kriminaldirektion 1 zur APA. Ob es sich um den selben Täter handelt, war für die Polizei zunächst dennoch unklar. Das Gesicht sehe anders aus.

Der Räuber betrat zunächst um 11.10 Uhr die Erste Bank in der Mariahilfer Straße 121 B. Warten musste er nicht, Kunden befanden sich nicht in dem Geldinstitut. Er ging zur Kassa und legte einem Angestellten einen Zettel hin. Darauf stand mit wirrer Schrift und einigen Rechtschreibfehlern: „Ich will nicht ins Gefängnis. Ich brauche Geld, sonst muss ich jemanden umbringen.“ Der Kassier gab ihm daraufhin einige Scheine aus der Lade. Der Räuber verließ die Filiale, aber nicht um zu flüchten.

Der Kriminelle überquerte die Stumpergasse und schaute am gegenüber liegenden Hauseck bei der Hypo Bank in der Mariahilfer Straße 121 vorbei. Dort wies er seinen Zettel ebenfalls vor, bekam aber keinen Cent. Der Angestellte nahm das Schreiben schlicht nicht ernst. Der Täter flüchtete.

Beschrieben wurde der Bankräuber als rund 1,80 Meter groß, etwa 25 bis 30 Jahre alt und schlank. Er hatte dunkles Haar und ungepflegte, knochige Finger. Bekleidet war er unter anderem mit einem dunklen Anorak mit Kapuze, einer Wollhaube mit im Kreis verlaufenden Mustern, einem dunklen Schal, den er zeitweise bis zur Nase hochgezogen hatte, einer optischen rahmenlosen Brille, einer dunklen Hose und dunklen festen Schuhen. Die Polizei bat um Hinweise an die Kriminaldirektion 1, Gruppe Jandl, unter der Telefonnummer (01) 31310/33120 DW.

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