Bankangestellte von Räubern erwartet

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Banküberfall der etwas anderen Art: Zwei Kriminelle waren in der Nacht in das Geldinstitut eingestiegen, hatten dort auf die Angestellten gewartet und diese in den Morgenstunden überwältigt.

Nicht nach dem üblichen Schema sind am Dienstag früh zwei Bankräuber in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus vorgegangen: Die beiden Männer hatten sich über den Hinterhof Zugang zu dem Geldinstitut in der Mariahilfer Straße 150 verschafft und auf die Angestellten der Volksbank-Filiale gewartet. Mit einem größeren Bargeldbetrag aus dem Tresor gelang den Kriminellen die Flucht.

Fenstergitter durchgesägt

Im durch einen Nebeneingang zugänglichen Innenhof hatten die Männer in den vergangenen Tagen das Fenstergitter zum Aufenthaltsraum der Volksbank durchgesägt und provisorisch zugeklebt – bis sie Dienstag früh zuschlugen. Sie drangen in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden in den Sozialraum ein und warteten auf die drei Angestellten, berichtete der stellvertretende KD 1-Leiter Dr. Hannes Scherz.

Angestellte gefesselt und bedroht

Um 7.45 Uhr wurde zuerst eine 39-Jährige, dann deren vier Jahre jüngere Kollegin und schließlich der Filialleiter (31) in „Empfang genommen“, mit zumindest einer Faustfeuerwaffe bedroht und mit Kabelbindern an Armen und Beinen gefesselt. Der 31-Jährige wurde zudem gezwungen, den Tresor zu öffnen, woraus sich das Duo dann reichlich bediente.

Räuber mit “Scream-Masken” unterwegs

Vor ihrer Flucht zogen sich die beiden Männer, sie trugen weiße Overalls mit der Aufschrift „Du Pont Tyrer“ sowie weiße „Scream“-Masken (aus dem gleichnamigen Horrorfilm, Anm.) und Sportschuhe, um. Der Eindruck, die etwa 1,75 Meter großen Kriminellen seien korpulent, könnte sich durch die darunter getragene zweite Kleiderschicht erklären.

Bombe installiert

Ihre Opfer wiesen sie an, nicht sofort die Polizei zu alarmieren, man hätte eine Bombe installiert. Dennoch lösten die unverletzt gebliebenen Angestellten um 8.08 Uhr den Alarm aus – doch da war das Duo, das mit jugoslawischem oder osteuropäischem Dialekt sprach, bereits über alle Berge.

Schon der zweite Überfall des Duos?

U.a. auf Grund der weißen Overalls mutmaßt man bei der Exekutive, dass die Männer bereits am 16. April des Vorjahres in der Leopoldstadt zugeschlagen haben könnten: Damals war der Hinterausgang der BAWAG-Filiale in der Taborstraße 37 präpariert worden. Kurz nach 15.00 Uhr drangen von dort zwei Räuber in das Geldinstitut ein, bedrohten die noch anwesenden Angestellten und machte sich danach unbehelligt mit ihrer Beute aus dem Staub, so Scherz.

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