Baltische Staaten für mehr NATO-Truppen

Die Baltenstaaten sind für stärkere Nato-Präsenz und mehr Russland-Sanktionen
Die Baltenstaaten sind für stärkere Nato-Präsenz und mehr Russland-Sanktionen ©REUTERS/Ints Kalnins
Die Regierungschefs von Lettland, Estland und Litauen sind für eine stärkere NATO-Präsenz. Die Chefs der Baltenstaaten sprechen sich auch für weitere Sanktionen gegen Russland aus.
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"Wir fordern nicht nur eine ständige Nato-Präsenz, sondern eine neue Art von Nato-Präsenz", sagte Lettlands Ministerpräsident Krisjanis Karins nach einem Treffen mit seinen Amtskolleginnen Kajas Kallas aus Estland und Ingrida Simonyte aus Litauen.

Baltenstaaten für neue Art der Nato-Präsenz

Diese neue Präsenz müsse auf der Prämisse basieren, dass eine Invasion nicht stattfinden werde, "weil unsere Fähigkeit, uns zu verteidigen und den Sieg zu erringen vom ersten Tag an klar wäre", sagte Karins.

Die drei EU- und Nato-Länder verwiesen zugleich auch auf ihre eigenen Anstrengungen, um ihre Verteidigungsfähigkeit zu erhöhen. "Wir alle drei haben unabhängig voneinander, aber wie sich herausstellte gemeinsam entschieden, unsere Verteidigungsausgaben auf 2,5 Prozent der Bruttoinlandsproduktes zu erhöhen", sagte Karins. Lettland und Estland wollen dies bis 2025 erreichen, Litauen etwas später.

Auch schärfere Sanktionen gegen Russland gefordert

Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine sprachen sich die drei Ministerpräsidenten für schärfere Sanktionen gegen Russland aus. Umfassen sollten sie einen Importstopp für russisches Öl und Gas. Estland, Lettland und Litauen haben sich bereits von russischem Gas losgesagt. Um eine ausreichende Gasversorgung in der Region sicherzustellen, sei eine enge Zusammenarbeit nötig, betonten Karins, Kallas und Simonyte. Daraus könnte sich ein neuer regionaler Markt für Flüssiggas ergeben, der sich von Finnland bis nach Polen erstreckte.

Die kleinen Ostsee-Anrainer sind wegen des russischen Vorgehens in der Ukraine besorgt um ihre Sicherheit.

(APA/Red)

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