Grenzschließung? Österreich zittert vor bayrischen "Notwehr-Maßnahmen"

Österreich befürchtet Ausschreitungen im Falle einer bayrischen Grenzschließung.
Österreich befürchtet Ausschreitungen im Falle einer bayrischen Grenzschließung. ©APA
Während weiterhin Menschen aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten fliehen, versucht die Politik, Lösungen für die Flüchtlingskrise zu erarbeiten. Wir berichten auch heute im Liveticker.
Der Ticker vom Donnerstag
Voices for Refugees in Wien
EU will Tausende abschieben
September: 200.000 Flüchtlinge

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) befürchtet gewaltsame Proteste im Grenzgebiet, falls Bayern wie angekündigt Migranten abweisen sollte. “Wenn Flüchtlinge nach Österreich zurückgeschickt werden, die in Deutschland bleiben wollen, dann muss man letztendlich mit Ausschreitungen rechnen”, sagte sie am Donnerstagabend in Luxemburg.

Sollte Bayern tatsächlich Menschen an der Grenze abweisen, müsse man mit Widerstand rechnen. Zudem werde es zu einem Rückstau kommen, weil pro Tag auch in Österreich 5000 bis 6000 Flüchtlinge ankämen. Wie sich die Situation entwickle könne sie derzeit aber nicht sagen, erklärte die Ministerin nach einem Treffen mit ihren EU-Kollegen.

Mikl-Leitner sprach in Luxemburg nach eigenen Angaben auch mit dem deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Innenminister Thomas de Maiziere. Beide “machen sich natürlich große Sorgen”, sagte sie. Gegen den Willen der deutschen Bundesregierung kündigte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer für Freitag “Notwehr-Maßnahmen” an, um den Flüchtlingsstrom aus Österreich in sein Bundesland einzudämmen.

(APA, Red.)

  • VIENNA.AT
  • Österreich
  • Grenzschließung? Österreich zittert vor bayrischen "Notwehr-Maßnahmen"
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen