Bäume in Wien-Hietzing gefällt: Anrainer laufen gegen Bauprojekt Sturm

Andreas Pavek mit den mehr als 700 gesammelten Unterschriften gegen das Bauvorhaben in Wien-Hietzing.
Andreas Pavek mit den mehr als 700 gesammelten Unterschriften gegen das Bauvorhaben in Wien-Hietzing. ©Andreas Pavek
In der Schweizertalstraße 39 im 13. Bezirk soll ein Wohnblock mit 31 Wohnungen und 21 Tiefgaragenplätzen entstehen. Anrainer protestieren gegen das Bauvorhaben, Gehör haben sie bisher nicht gefunden.

In der Schweizertalstraße 39 in Wien-Hietzing wurde Donnerstagfrüh mit dem Fällen von Dutzenden alten und teils seltenen Bäume begonnen. Dagenen laufen nun die Anrainer Sturm, wurden laut Aussendung bisher allerdings von der Stadt Wien ignoriert. An besagter Adresse soll ein Wohnblock mit 31 Wohnungen und 21 Tiefgaragenplätzen gebaut werden.

Derzeit befindet sich auf dem Grundstück noch eine Villa in einem – bislang – dicht bewachsenen Garten mit altem Baumbestand. Die Liegenschaft liegt inmitten einer von Einfamilienhäusern geprägten Gegend unweit des Lainzer Tiergartens.

Anrainer protestieren gegen Bauprojekt in Wien-Hietzing

“Soweit wir wissen, wurde dem Bauträger vom Magistrat erlaubt, 29 alte und teils seltene Bäume als Pflegemaßnahme zu fällen. Den Behörden liegt auch ein Sachverständigengutachten über die Schutzwürdigkeit der Bäume vor, das offenbar ignoriert wurde. Nur für zwei wurde eine Ersatzpflanzung vorgeschrieben. Wie das möglich ist, können wir einfach nicht verstehen”, beklagt Anrainer Andreas Pavek.

Zahlreiche Anrainer haben eine Bürgerinitiative gebildet und mehr als 700 Unterschriften gesammelt, um den Baumbestand zu schützen und das Bauvorhaben zu verhindern. Auch bei der Leiterin des Bezirksamts für den 13. Bezirk und der Wiener Umweltschutzabteilung (MA22) wurde gegen die Baumfällung protestiert. Bislang ohne Erfolg. “Wir setzen unseren Protest fort und hoffen, dass die Verantwortlichen der Stadt Wien endlich aktiv werden, bevor alle Bäume gefällt wurden”, gibt sich Pavek kämpferisch.

Neben der massiven Baumfällung wehren sich die Anrainer auch aus anderen Gründen gegen das überdimensionierte Bauvorhaben. So wird durch das Projekt die dortige Verkehrs- und Parkplatzsituation zusätzlich verschärft, was sich auch auf die Zufahrtsmöglichkeit von Einsatzfahrzeugen negativ auswirken soll. Des Weiteren soll die dort gesetzlich zulässige Gebäudehöhe von 6,5 Metern überschritten werden.

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