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Backstage Wiener Staatsoper: Kritik und Trailer zum Film

"Backstage Wiener Staatsoper" zeigt den Betrieb hinter den Kulissen eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt. Als Roter Faden begleitet Regisseur Stephanus Domanig über 15 Monate hinweg die Erschaffung der Neuinszenierung der Oper "Samson et Dalila", lässt aber vor allem jene zu Wort kommen, die sonst nicht im Rampenlicht des Opernbetriebes stehen.

Wer möchte nicht einmal die Decke lüpfen und hinter die Kulissen eines großen Kulturbetriebes blicken? In den vergangenen Jahren wurde diese Lust am Making-of der Kulturwelt etwa mit Dokumentarbeiten zum Burgtheater (“Die Burg”) oder dem KHM (“Das große Museum”) befriedigt. Mit “Backstage Wiener Staatsoper” wird nun das heimische Opernflaggschiff unter die Lupe genommen. Ab Freitag im Kino.

Backstage Wiener Staatsoper: Kurzinhalt zum Film

Regisseur Stephanus Domanig hat sich nach der Ballettakademie (“Just Ballet”) vor einigen Jahren nun der Staatsoper zugewandt. Es ist der Blick in den Maschinenraum eines Kulturtankers, der die schweißtreibende Arbeit an den Kesseln zeigt. Anders als der Schweizer Filmemacher Jean-Stephane Bron, der im Vorjahr mit “Oper – L’Opera de Paris” Mäuschen unter anderem in der Pariser Chefetage gespielt hat, ist Domanigs Werk weniger der erhellende Blick aus der Schlüssellochperspektive auf die Macht, als der Blick auf eine gigantische Maschine.

Die Eindrücke von Dirigent Jean-Christophe Spinosi gehören zu den wenigen Momenten, in denen die Frontfiguren des Klassikbetriebes im Fokus stehen – die Stars haben hier nur eine Nebenrolle. Domanig interessiert sich vielmehr für die Gewerke hinter dem Vorhang, hinter dem für die Zuschauer sichtbaren Geschehen.

So kommen die Kulissenbauer und der Inspizient, der Portier und die Platzanweiser, die Rechtsabteilung und so manche Faktoten des Traditionsbetriebes zu Wort. Ein Techniker kann sich noch an seine Jahrzehnte zurückliegende Überraschung über die Tonalität während des Umbaus erinnern (“Jetzt bin ich derjenige, der schreit”), ein anderer hat immer noch die Sorge, dass der Sänger direkt unter dem Bühnenelement steht, wenn dieses aus 30 Metern Höhe herabsinkt. Der Souffleur erläutert seine Arbeit (“Manchmal muss ich nur laut denken, das genügt völlig”), während der Bühnenmusiker mit der auf einmal zu engen Kostümhose kämpft.

Backstage Wiener Staatsoper: Die Kritik

Den Roten Faden knüpft Domanig für seine Arbeit, indem er mit der Kamera über 15 Monate hinweg Regisseurin Alexandra Liedtke bei der Erschaffung des Bühnenbildes für “Samson et Dalila” bis zur Premiere mit Elina Garanca und Roberto Alagna begleitet. Die Genese von der Idee über das Modell bis zum realen Aufbau ergänzt das Mosaik der Zahnrädchen. Den Gesprächen und Impressionen stehen andererseits lange Kamerafahrten durch die Eingeweide des Gebäudes und ästhetische Bilder als Kontrast zur hektischen Betriebsamkeit gegenüber.

Am Ende bleibt es auch für den Opernkenner frappant, wie es möglich ist, dass diese gigantische Maschinerie letztlich funktioniert, wie hier die Rädchen so ineinandergreifen, dass jeden Abend der Vorhang aufgeht und tatsächlich eine Inszenierung zu sehen ist. “Backstage Wiener Staatsoper” ist der Blick auf einen Mikrokosmos, der für die Makrowelt durchaus einige Erkenntnisse bereithält.

>> Alle Spielzeiten auf einen Blick

(APA/Red)

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