Bachmann-Preis: Janesch eröffnete das Wettlesen

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Die deutsche Autorin Sabrina Janesch hat am Donnerstag im Klagenfurter ORF-Theater das dreitägige Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis eröffnet. Ihr Romanauszug "Katzenberge" kam bei der Jury gar nicht gut an. Nach ihr las Volker Altwasser seinen Text "Saudade", er erntete ebenfalls deutlich mehr Kritik als Lob. Über Christophler Kloebles Vater-Sohn-Erzählung gab es sehr kontroverse Debatten.

Janesch, die am Mittwochabend den undankbaren ersten Startplatz gezogen hatte, erzählte die Geschichte eines polnischen Bauern, der seine Heimat verlassen musste, weil sie plötzlich zur Ukraine gehörte. Probleme mit der Erzählperspektive waren denn auch die Hauptkritikpunkte der Juroren.

Altwassers Text dreht sich um einen Fischverarbeiter, der vor der somalischen Küste auf einem Fischtrawler arbeitet, er ist Spezialist für Kurznasenseefledermäuse, deren Haut, im richtigen Moment abgezogen, unglaubliche Preise erzielt. Während er an Bord ist, überlegt er ständig, ob er dem Drängen seiner Frau nachgeben und künftig an Land bleiben soll. Am Ende wird – erwartbar – das Schiff von Piraten geentert.

Auch Christopher Kloeble las einen Romanauszug. “Der versteckte Mensch” befasst sich mit einer Vater-Sohn-Beziehung, bei der der Sohn bereits im Kindesalter die Vaterrolle übernimmt, da dieser zurückgeblieben ist. In der im Klagenfurter ORF-Theater präsentierten Passage stellt sich heraus, dass der Vater unheilbar krank ist und der Sohn beschließt, bis zu dessen Tod bei ihm zu wohnen.

Das Wettlesen wurde anschließend mit den beiden Schweizer Wettbewerbsteilnehmern Daniel Mezger und Dorothee Elmiger fortgesetzt.

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