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Baby in Wien misshandelt: Gesund aus Spital entlassen

Der Bub konnte aus dem Spital entlassen werden.
Der Bub konnte aus dem Spital entlassen werden. ©pixabay.com (Sujet)
Im vergangenen Dezember wurde ein Baby mit schweren Kopf- und Hirnverletzungen in ein Wiener Spital gebracht. Der Bub konnte nun gesund aus dem Spital entlassen werden.
Baby in Lebensgefahr
Vater aus Haft entlassen

Der mittlerweile fünf Monate alte Bub, der im vergangenen Dezember mit schweren Kopf- und Hirnverletzungen in ein Wiener Spital gebracht und notoperiert werden musste, hat sich offenbar vollständig erholt. "Er ist in der Vorwoche gesund entlassen worden", bestätigte eine Sprecherin des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) am Mittwoch einen Bericht der Tageszeitung "Österreich".

Baby misshandelt: "Keine Folgeschäden erwartbar"

Das Blatt hatte bereits am vergangenen Wochenende über die jüngsten Entwicklungen in dem Fall berichtet. Bei dem kleinen Buben seien "keine Folgeschäden erwartbar", ergänzte die KAV-Sprecherin. Der Bub kam nach seiner Spitalsentlassung bei Verwandten unter. Wie die Kinder- und Jugendhilfe (MA 11) auf APA-Anfrage mitteilte, lebt das Baby bei der Großmutter mütterlicherseits, der die einstweilige Pflege und Erziehung übertragen wurde. Die endgültige Entscheidung über die Obsorge obliegt dem Bezirksgericht Liesing.

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Vater

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Vater des Buben wegen versuchten Mordes. Er steht im Verdacht, den Kleinen in der Nacht auf den 1. Dezember misshandelt zu haben. Ein von der Anklagebehörde beigezogener Gerichtsmediziner ging in Bezug auf die am Kind festgestellten jüngsten Verletzungen "mit großer Sicherheit" von einem Schütteltrauma-Syndrom aus. Bei der am 5. Dezember erfolgten stationären Aufnahme des Säuglings waren diese Verletzungen laut Gerichtsmediziner zumindest eine Woche alt. Darüber hinaus wies der Gutachter schon länger zurückliegende Verletzungsspuren nach, die ein schweres Trauma des Schädelknochens bewirkten. Das dürfte von einem Sturz aus einer gewissen Höhe hergerührt haben.

Auch gegen die Mutter wird ermittelt

Der Vater hatte sich schon während der Schwangerschaft von der Mutter des Buben getrennt und soll bis auf den einen Abend seinen Sohn nie ohne Beisein der 30-Jährigen gesehen haben, die sich als Alleinerzieherin um den Buben kümmerte. Gegen die Mutter laufen die strafrechtlichen Ermittlungen in Richtung Quälen und Vernachlässigen von Unmündigen (Paragraf 92 StGB). Haftbefehl wurde für sie bisher keiner beantragt. Der bisher unbescholtene Vater wurde am vergangenen Freitag nach rund zweimonatiger U-Haft auf freien Fuß gesetzt, nachdem das Wiener Oberlandesgericht (OLG) angesichts der aktuellen Beweislage den dringenden Tatverdacht gegen den 35-Jährigen verneint hatte.

(APA/Red)

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