Autor, Übersetzer, Journalist: Ivan Ivanji wird 80

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Wohnhaft in Wien und Belgrad: Der serbische Autor, Übersetzer und Journalist Ivan Ivanji wurde kürzlich mit einem österreichischen Orden ausgzeichnet. Am Samstag feiert er den 80er.

Ivanij, kürzlich in Belgrad mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse ausgezeichnet, wird am 12. Februar vom Picus Verlag im Hauptverband des Österreichischen Buchhandels ein Fest ausgerichtet. Dabei wird auch die eben erschienene Sonderausgabe seines Romans “Schattenspringen” präsentiert.

Ivan Ivanji wurde am 24. Jänner 1929 in Veliki Beckerek (Groß-Betschkerk, heute: Zrenjanin) in der Vojvodina als Sohn einer jüdischen Ärztefamilie geboren. Im Jänner 1942 wurde er in Novi Sad Augenzeuge von Massakern an der Donau. In seiner Heimatstadt überlebten von 278 Juden nur 38, erzählte er einmal. Er selbst kam als 15-Jähriger nach Auschwitz und wurde erst bei Kriegsende aus dem Konzentrationslager Buchenwald befreit. Seine Eltern sah er nie wieder.

Er studierte Architektur und Germanistik und war daraufhin in Belgrad als Lehrer, Theaterintendant, aber auch lange als Dolmetscher für den damaligen jugoslawischen Staatschef Josip Broz Tito und als Botschaftsrat Jugoslawiens in Deutschland tätig.

Seine Erfahrungen verarbeitete Ivanji in zahlreichen Büchern wie “Geister aus einer kleinen Stadt”, “Der Aschenmensch von Buchenwald”, “Die Tänzerin und der Krieg”, “Schattenspringen” oder “Titos Dolmetscher”.

Nachrichten in Bosnisch-Kroatisch-Serbisch: Moj Bec

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