Autokorso für Leonie: Polizisten sollen rechtem Milieu nahestehen

Die Polizei begleitete den Trauer-Autokorso für Leonie.
Die Polizei begleitete den Trauer-Autokorso für Leonie. ©APA
Polizeibeamte hatten am Sonntag mit Tafeln einer von Rechtsextremen beworbenen Kundgebung für die getötete 13-Jährige in Wien-Donaustadt geworben. Die Polizei untersucht den Vorfall.

Am Wochenende hatte ein Foto im Internet für Aufsehen gesorgt, das Polizeibeamte bei einer Vorbesprechung mit den Veranstaltern eines "Gedenk-Autokorsos" für eine vor zwei Wochen in Wien getötete 13-Jährige zeigt. Die Beamten posieren darauf mit Tafeln auf der Kundgebung, für die laut einem Bericht des "Standard" (Montagsausgabe) auch Rechtsextreme wie Identitären-Chef Martin Sellner und rechte Medien mobilisiert hatten.

Polizei begleitete Trauer-Auto-Korso

Der Sachverhalt werde nun intern geprüft, es sei jedoch zu keiner Zeit Absicht der Polizei gewesen, ein Zeichen einer politischen Meinung zu setzen oder eine politische Gruppierung zu unterstützen, hieß es vonseiten der Landespolizeidirektion Niederösterreich. "Die Beamten befanden sich in Uniform und haben dienstlich den Autokorso in Richtung Wien abgesichert", das Foto sei aber nicht bei der Kundgebung selbst, sondern bei der Vorbesprechung der Einsatzleitung mit den Veranstaltern entstanden, hieß es auf Anfrage der APA.

Autokorso wurde von Rechten organisiert

Weil aber schon von vornherein klar gewesen sei, welcher Geisteshaltung die Veranstalter angehörten, sei der Vorfall jetzt Gegenstand interner Erhebungen. Aktuell würden mit den betroffenen Beamten Gespräche geführt und gegebenenfalls Maßnahmen ergriffen.

Generell seien Vorbesprechungen dieser Art vor Demonstrationen und Märschen in Niederösterreich üblich, die Kontaktaufnahme mit den Veranstaltern trage dazu bei, dass die Kundgebungen zu großen Teilen friedlich abliefen, ließ die Landespolizeidirektion Niederösterreich wissen.

(APA/red)

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