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Autofahrer sparten sich durch Coronakrise eine Milliarde Euro

Durch weniger Fahrten und günstigere Tanks sparten sich die Autofahrer insgesamt eine Milliarde Euro.
Durch weniger Fahrten und günstigere Tanks sparten sich die Autofahrer insgesamt eine Milliarde Euro. ©Pixabay.cm (Sujet)
Die Coronakrise hat sich auch bei den Autofahrern stark ausgewirkt. Im ersten Halbjahr 2020 ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger Diesel und Benzin getankt worden, da deutlich weniger gefahren wurde. Außerdem lagen die Spritpreise um rund ein Zehntel tiefer als vor einem Jahr. Insgesamt sparten sich die Autofahrer dadurch über eine Milliarde Euro, so der VCÖ.

Der Erdölverbrauch des Verkehrs sei aber nach wie vor hoch, kritisiert der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Er fordert verstärkte Maßnahmen, um die Erdölabhängigkeit des Verkehrs zu reduzieren. Immerhin wurden immer noch rund 4,1 Milliarden Liter verbrannt; 5,1 Milliarden waren es im Vergleichszeitraum gewesen. So habe der Verkehr um rund 2,5 Millionen Tonnen weniger Treibhausgase verursacht als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.

Forderung nach stärkeren klimaverträglichen Mobilitätsangeboten

"Der deutliche Rückgang beim Spritverbrauch hat im ersten Halbjahr sowohl die Umwelt, als auch die Geldbörse von Autofahrerinnen und Autofahrern geschont", fasst VCÖ-Experte Michael Schwendinger die aktuelle Analyse zusammen. Es brauche aber unbedingt Lenkungsmaßnahmen, die den Verkehr nachhaltig auf Klimakurs bringen.

"Zum einen sind die klimaverträglichen Mobilitätsangebote zu forcieren, wie ein dichteres Öffi-Netz mit häufigeren Verbindungen und der Ausbau der Rad-Infrastruktur", fordert Schwendinger. Dazu brauche es "stärkere Anreize für ein klimaverträgliches Mobilitätsverhalten, etwa durch die Umsetzung von Mobilitätsmanagement durch Betriebe und durch steuerliche Maßnahmen, die klimaverträgliches Verhalten belohnen und den CO2-Ausstoß höher bepreisen".

Autofahrer sparten 2020 viel Geld

Die Autofahrer haben sich jedenfalls heuer viel Geld gespart. So tankten die Autofahrer um fast 250 Millionen Liter weniger Benzin über heimische Zapfsäulen in die Tanks der Pkw. Ausgegeben wurden dafür im ersten Halbjahr rund 880 Millionen Euro - um gut 400 Millionen Euro weniger als im ersten Halbjahr 2019. Dazu war Sprit im Vergleichszeitraum günstiger.

Auch bei Diesel nahm der Verbrauch deutlich ab. Während im ersten Halbjahr 2019 noch 4,1 Milliarden Liter Diesel in Österreich getankt wurden - also so viel wie heuer bei Diesel und Benzin zusammen - waren es im heurigen Halbjahr nur rund 3,3 Milliarden Liter. Davon wurden aber mehr als 40 Prozent von Lkw getankt.

Der VCÖ rechnet darob, dass rund 450 Millionen Liter Diesel weniger in die Tanks der Diesel-Pkw flossen als vor einem Jahr. Zudem war für einen Liter Diesel heuer im Schnitt um 13 Cent weniger zu bezahlen als von Jänner bis inklusive Juni 2019. Der deutlich geringere Verbrauch sowie der niedrigere Preis führte zu einer Gesamtersparnis von mehr als 700 Mio. Euro.

(APA/Red.)

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