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Austria Wien in der CL: Kienast schoss als Joker das "Tor seines Lebens"

Roman Kienast schoss das entscheidende Tor gegen Dinamo Zagreb.
Roman Kienast schoss das entscheidende Tor gegen Dinamo Zagreb. ©EPA
 Nach dem sensationellen Erfolg der Wiener Austria am vergangenen Dienstag ist die Freude vor allem bei Joker Roman Kienast groß: "Keine Frage, das war sicher das Tor meines Lebens. Zumindest bisher", sagte der 29-Jährige.
Austria in der Champions League

Der schlaksige 1,90 Meter-Mann drückte in der brodelnden Generali-Arena in der 82. Minute, nicht einmal zwei Minuten nach seiner Einwechslung, eine Kopfball-Vorlage von Philipp Hosiner über die Linie und stellte auf 2:3. Diese Resultat reichte den Wienern nach dem Erfolg in Zagreb zum Weiterkommen.

Große Freude bei Roman Kienast

“Unglaublich, unbeschreiblich! Ich komm’ rein und krieg’ so einen Ball serviert, den du eigentlich nur noch aus fünf Metern ins Tor drücken musst. Gott sei Dank bin ich goldrichtig gestanden und hab’ das Tor gemacht”, schilderte Kienast die großen Momente. Bereits beim Aufwärmen am Spielfeldrand hatte Kienast ein gutes Gefühl gehabt. “Trotz des 1:3-Rückstands hab’ ich immer wieder gesagt: ‘Das schaffen wir noch.’ Und ich habe mir gedacht, dass ja vielleicht gerade ich das Tor mache. Mit dem Gedanken bin ich dann auch ins Spiel gegangen.”

Auch von Assistgeber Hosiner gab es für Kienast ein Extralob: “Roman war Weltklasse. Er kommt ins Spiel, macht das Tor und hat sonst auch noch einige super Aktionen. Dinamo konnte ihn einfach nicht vom Ball trennen.” Goalie Heinz Lindner, der über 180 Minuten gesehen mit zahlreichen Glanzparaden ganz klar der Vater des Aufstieges war, meinte über den Goldtorschützen: “Dieses Tor wird sicher das wichtigste seiner Karriere bleiben. Ich habe gewusst, dass im Finish noch eine Chance kommen wird.”

Für Kienast ist die Champions League kein Neuland, im Herbst 2005 hatte er sich jedoch als Rapidler mit einem fünfminütigen Kurzeinsatz im Finish des abschließenden Heimspiels gegen Juventus Turin (1:3) begnügen müssen. Diesmal will Kienast eine deutlich tragendere Rolle spielen, auch wenn Hosiner natürlich weiterhin gesetzt sein dürfte. “Roman ist jetzt zurück und wird sicher wieder mehr spielen”, versprach Nenad Bjelica seinem Goldtorschützen, der auf eine recht eindrucksvolle Erfolgssammlung mit Meistertiteln mit Rapid, Sturm Graz und der Austria verweisen kann.

Austria-Trainer: “So etwas ist Glück”

Der Austria-Trainer bewies mit der Einwechslung von Kienast auf jeden Fall einen ausgezeichneten Riecher, die Geschichten vom “goldenen Händchen” mag er jedoch überhaupt nicht. “Dass Roman dann wirklich dieses Tor gemacht hat, war Glückssache. Goldenes Händchen, das ist ‘Blablabla’. So etwas ist Glück.” Doch der Kroate hatte gute Gründe, warum er im Finish nicht Rubin Okotie, sondern eben Kienast ins Spiel brachte. “Kienast hatte in der vergangenen Saison eine hervorragende Statistik. Er hat für 7 Tore nur 700 Minuten gebraucht, das ist ein Goalgetter. Rubin hatte hingegen in letzter Zeit Probleme mit der Effizienz, deshalb habe ich mich für Kienast entschieden.”

Kienast hatte sich Ende Juni bei einem Testspiel in Ybbs eine Verletzung im rechten Kniegelenk zugezogen und musste operiert werden. “Ich musste hart kämpfen”, erinnerte sich Kienast an die vergangenen Wochen, in denen der EM-Teilnehmer 2008 dann langsam wieder den Anschluss fand. Am vergangenen Samstag hatte er beim 4:1-Auswärtserfolg gegen den WAC seinen ersten Treffer nach dem Comeback erzielt.

(APA/Red)

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