Austria in Salzburg chancenlos

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Im Auswärtsspiel bei Tabellenführer Red Bull Salzburg geriet die Wiener Austria mit 1:4 unter die Räder.

Red Bull Salzburg hat am Samstag in der österreichischen Fußball-Bundesliga den Vorsprung auf Rapid zumindest vorläufig auf acht Punkte ausgebaut. Der Spitzenreiter feierte vor 18.000 Zuschauern gegen die Austria dank Treffer von Nelisse (20./Elfer), Vonlanthen (34.), Tchoyi (49.) und Bodnar (84.) bzw. Bazina (93.) einen souveränen 4:1-(2:0)-Heimsieg und erhöhte damit den Druck auf den Titelverteidiger, der am Sonntag Austria Kärnten empfängt.

 

Dabei hatten die unter anderem ohne den verletzten Spielmacher Acimovic angetretenen Gäste die erste große Chance des Spiels : Nach Pass von Sulimani zog Krammer allein aufs Tor, sein Schuss war allerdings kein Problem für Arzberger (15.). Fünf Minuten später wurden die Weichen durch eine unnötige Austria-Aktion auf einen Salzburger Sieg gestellt.

Metz griff Zickler im Strafraum ans Trikot, der Deutsche kam zu Fall und der Schweizer Schiedsrichter Rogalla gab Elfmeter, den Nelisse in Abwesenheit von Janko verwertete. Trainer Adriaanse hatte den Top-Goalgetter nach dessen jüngsten gesundheitlichen Problemen zunächst auf der Bank gelassen.

Hattenberger hatte in der 29. Minute noch die Chance auf den Ausgleich, köpfelte aber nach Suttner-Flanke aus vier Metern über die Latte. Damit war es um die schon davor nach Spielanteilen unterlegene Austria endgültig geschehen, die Salzburger wurden immer dominanter und münzten ihre Überlegenheit auch in Tore um.

In der 39. Minute legte Zickler nach einem weiten Pass von Bodnar mit der Brust auf Vonlanthen ab und der Schweizer traf per Direktschuss aus knapp 20 Metern ins lange Eck zum 2:0, in der 49. Minute ließ die Austria vor dem Strafraum Tchoyi gewähren und der Kameruner bedankte sich mit einem präzisen Flachschuss zum 3:0.

Zu diesem Zeitpunkt stand bereits Almer im Tor der Wiener, weil Safar über Unwohlsein geklagt hatte und zur Pause in der Kabine geblieben war. Der neue Austria-Schlussmann hatte danach nicht mehr viel zu tun, schalteten doch die Hausherren einen Gang zurück – beim beim vierten Gegentreffer in der 84. Minute war er jedoch machtlos.

Nach optimaler Vorarbeit von Tchoyi schoss der in der 79. Minute eingewechselte Janko den knapp vor der Linie stehenden Suttner an, den Abstauber knallte Bodnar unter die Latte. Der Austria gelang in der 93. Minute durch Bazina nach Fehler von Opdam nur noch Resultatskosmetik.

Co Adriaanse (Salzburg-Trainer): “Wir haben 90 Minuten lang gut gespielt, das Spiel immer unter Kontrolle gehabt. Die Austria war in der ersten Hälfte zweimal sehr gefährlich, da hat uns Arzberger gerettet. Vonlanthen ist ein typischer Zehner, und das war auch ein typisches Tor für einen Zehner. Er hat aber viel Konkurrenz. Wir haben mit 4:1 gewonnen, das Spiel unter Kontrolle und schöne Aktionen gehabt haben. Auch hinten haben wir gut gespielt, heute war Balance in der Mannschaft. Ich arbeite schon seit zehn Monaten hier, das ist lange genug, um beurteilen zu können, ob die Kombination mit Red Bull passt. Wenn man eine Philosophie hat, ist es nicht schwierig, mit einem qualitativ guten Kader wie in Salzburg Erfolg zu haben.”

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): “Salzburg war uns in allen Belangen überlegen. Wir haben zwar bei 0:0 eine Riesenchance ausgelassen, aber uns beim Elfer unglaublich stümperhaft verhalten. Ich bin sehr enttäuscht über unsere Leistung und will kurz nach dem Spiel keine unüberlegten Äußerungen machen. Die Leistung war katastrophal. Vor allem vom Auftreten in der ersten Hälfte bin ich sehr enttäuscht. Mein Ziel war immer, den dritten Rang zu erreichen. Wenn wir das schaffen, ist es ein Erfolg.”

Red Bull Salzburg – FK Austria Wien 4:1 (2:0)
Red-Bull-Arena, 18.000, Rogalla (SUI)

Torfolge: 1:0 (20.) Nelisse (Elfer), 2:0 (34.) Vonlanthen, 3:0 (49.) Tchoyi, 4:0 (84.) Bodnar, 4:1 (93.) Bazina

Salzburg: Arzberger – Bodnar (87. Dudic), Sekagya, Opdam, Gercaliu – Pitak – Zickler (67. Ngwat-Mahop), Vonlanthen (79. Janko), Tchoyi, Ulmer – Nelisse
Austria: Safar (46. Almer) – Standfest, Schiemer, Metz, Suttner – Krammer, Hattenberger, Blanchard, Sulimani – Okotie (56. Bazina), Diabang

Gelbe Karten: Vonlanthen bzw. Sulimani
Beste Spieler: Arzberger, Vonlanthen, Tchoyi, Zickler bzw. Safar

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