Austria gegen angeschlagene Innsbrucker

Für die bisher ungeschlagene Wiener Austria sind gegen Wacker Tirol am Freitag drei Punkte fast schon Pflicht.

Für die ersatzgeschwächten Tiroler gilt im Horr-Stadion (20:30 Uhr/live Premiere) trotz mittlerweile schon wieder acht siegloser Runden schon ein Remis als Erfolg.

Austria-Trainer Georg Zellhofer zeigte nach nur einem Sieg sowie gleich vier Unentschieden in fünf Runden die Marschrichtung vor. „Natürlich brauchen wir Zähler. Innsbruck ist angeschlagen, hat die Punkte aber zuletzt immer in den letzten Spielminuten verloren“, warnte der Oberösterreicher vor einem Geduldspiel. „Fakt ist, dass die Heimspiele gewonnen werden müssen.“ Konkret wurde auch General-Manager Thomas Parits: „Wir haben jetzt drei Heimspiele und die vermeintlich starken Gegner hinter uns. Jetzt muss die Richtung hinauf gehen.“

Seine Zuversicht stützt Zellhofer auf den Aufwärtstrend der vergangenen Spiele. „Die Leistungen im letzten Derby und gegen Ried waren sehr gut. Die Mannschaft hat sich Chancen herausgearbeitet, einzig die Tore haben gefehlt“, meinte der Coach, der von seinem Team „noch mehr Aggressivität und Leidenschaft“ fordert. Mit einem Erfolg gegen die Tiroler, die in der vergangenen Saison zwei 1:4-Schlappen in Wien-Favoriten kassierten, wollen sich die Violetten auch Selbstvertrauen für die UEFA-Cup-Quali gegen Jablonec holen.

Wacker-Coach Lars Söndergaard reist buchstäblich mit dem letzten Aufgebot in Wien an. „Wir haben nichts zu verlieren. Es rechnet keiner mit einem Punkt, vielleicht ist es das, das uns weiterhilft“, rechnete der Däne damit, dass die Violetten sein Team unterschätzen. „Wir müssen kämpfen, kämpfen, kämpfen um die beste Leistung zu bringen.“ Acht Runden sind die Tiroler nun bereits ohne vollen Erfolg, in der vergangenen 24 Bundesliga-Partien gelang nur ein einziger Sieg.

Neben dem Gelb-rot-gesperrten Stürmer Orosz muss Söndergaard auch die verletzten Feldhofer und Mader sowie den erkrankten Grüner vorgeben. Im zentralen Mittelfeld werden daher die beiden „Youngsters“ Samwald (nach Nasenbeinbruch mit Maske) und Seelaus einlaufen. „Dass es nach den Verletzungen so schnell geht, dass wir die Jungen brauchen, hätte ich nicht gedacht“, meinte Söndergaard, gegen den auch die statistischen Fakten sprechen.

Seit dem Wiederaufstieg von Wacker im Jahr 2004 haben die Innsbrucker in zwölf Spielen gegen die Veilchen keine Partie gewonnen, dabei sieben Niederlagen kassiert. Der bisher letzte Tiroler Sieg datiert vom 10. Oktober 2001, beim damaligen 1:0 war ausgerechnet der nun bei der Austria engagierte, aber zurzeit rekonvaleszente Mair Siegestorschütze. ß
Technische Daten und mögliche Aufstellungen zum Freitags-Spiel der T-Mobile-Bundesliga – 6. Runde:
FK AUSTRIA MAGNA – FC WACKER INNSBRUCK (Wien, Horr-Stadion, 20:30 Uhr/live Premiere Austria, SR Drabek). Saisonergebnisse 2006/07: 1:1 (a), 4:1 (h), 2:2 (a), 4:1 (h)
Austria: Safar – Troyansky, Ertl, Schiemer, Majstorovic – Sulimani, Metz, Blanchard, Gercaliu – Acimovic – Kuljic
Ersatz: Fornezzi – Bak, Madl, Lasnik, Sariyar, Aigner, Okotie
Es fehlen: Radomski (Kreuzbandriss), Lafata (Verletzung Rückenmuskulatur), Standfest (Ischiasproblem), Vachousek, Mair, Radomski (alle verletzt), Pichlmann (bei Amateuren)

Wacker: Pavlovic – Mimm, Knabel, Imhoff, Schrott – Hölzl, Samwald, Seelaus, Windisch – Kolousek – Aganun
Ersatz: Grünwald – Saltuari, Martin Dollinger, Schreter, Dakovic, Durmic
Es fehlen: Orosz (gesperrt), Feldhofer, Mader (beide verletzt), Grüner (krank)

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