Austria: Enger Kreis der Trainer-Kandidaten

Viele am Verteilerkreis wünschen sich, dass Edel-Zwischenlösung Dietmar Constantini länger bleibt. Aber der Tiroler winkt ab:

“Die Sympathien sind schön, aber das ist kein Thema, ich bleibe beim definitiven Nein.”

Dass der ehemalige Assistent des früheren ÖFB-Teamchefs Ernst Happel die Violetten als Trainer auf Zeit im Frühjahr 2002 schon einmal in den UEFA-Cup geführt hatte, wird eben nicht so schnell vergessen. “Ich halte im Sommer meine Jugend-Camps ab. Das habe ich schon neun Jahre gemacht und will es auch im 10. Jahr machen. Eine Doppelbelastung geht nicht”, sagte am Freitag Constantini, der 2006 in Pasching den Verein zum UEFA-Cup-Starter gemacht und dann auch seinen Abschied gegeben hatte.

“Wenn wir wieder Dritter werden, bin ich der glücklichste Mensch. Fakt ist, dass ich nach Saisonende in meine Heimat nach Tirol fahre und weg bin. Zwei Aufgaben lassen sich einfach nicht vereinbaren”, erklärte der Feldherr, der am 30. Mai seinen 53. Geburtstag feiert. Inzwischen läuft die Suche nach seinem Nachfolger auf Hochtouren. General Manager Thomas Parits wird die “Wahl” noch vor Monatsende bekanntgeben. “Ich bin nicht unter Zugzwang, die Entscheidung muss wohlüberlegt sein.”

Der Kreis der Kandidaten sei nicht mehr groß, schon sehr eingeengt. “Ich rede mit allen offen und arbeite schon gezielt”, meinte der Burgenländer, der Namen nicht verriet und jene in der Öffentlichkeit kolportierte wie Markus Schupp oder Manfred Zsak auch nicht kommentieren wollte. Daneben laufen auch die Planungen auf dem Spielersektor. “Unsere betroffenen Spieler und deren Berater wissen Bescheid, auch Blutauffrischungen im Kader sind möglich. Ich bin zu 1.000 Prozent überzeugt, der neue Trainer wird einen guten Kader zur Verfügung haben”, meinte dazu Parits.

Der 61-Jährige selbst steht bis Sommer noch auf der Gehaltsliste von Frank Stronachs Magna-Konzern, der nach Saisonende als Hauptsponsor aber ausscheidet, und müsste dann von der Austria finanziert werden. “Es gibt noch keinen Vertrag, aber wir werden alles daransetzen, dass er ab 1. Juli im Vorstand der neuen AG agieren wird. Das ist eine Frage von fünf Minuten und nur noch ein Formalakt”, sagte Austria-Angestellter und -Manager Markus Kraetschmer.

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