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Aussprache zwischen Rapid und Fans

Das offene und sehr intensiv geführte Gespräch brachte allseits Einsicht zutage. Diese ist die erste Erkenntnis auf dem Weg zur Besserung, sprich Normalisierung.
Enormer Schaden durch Platzsturm
Rapid-Fans stürmten den Platz
Die "Ultras" nehmen Stellung
Derby wurde strafverifiziert

Das derzeit gestörte Verhältnis zwischen Fußball-Rekordmeister Rapid und Teilen der Fans ist am Montagabend Gegenstand eines Treffens zwischen Vereinspräsident Rudolf Edlinger, Generalmanager Werner Kuhn und Clubservice-Leiter Andy Marek sowie Fan-Vertretern von “United we stand” gewesen. Es folgte ein intensives Gespräch.

Die Teilnehmer legten ihre Standpunkte dar, eine Lösung gab es freilich (noch) nicht. Sie waren nach der rund vierstündigen Diskussion aber einig, dass die Ereignisse nach dem Platzsturm während des Wiener Derbys im Hanappi-Stadion gegen Austria am 22. Mai und an den Tagen danach “in jeder Weise überzogene Handlungen und Reaktionen” gebracht hätten, hieß es dazu am Dienstag in einer Pressemitteilung seitens des Clubs. Der Platzsturm wurde “in seiner Art und Weise als Fehlverhalten dargestellt und verurteilt”.

“Verurteilung der Rapid-Fans”

In der Aussprache wurde von den Vereinsverantwortlichen eingeräumt, dass bestimmte Formulierungen überzogen gewesen wären, die man mit Abstand zu diesem Ereignis nicht mehr so verwenden würde. Dadurch wäre es zu einer “pauschalierten Verurteilung der Rapid-Fans” gekommen. Ebenso gemeinsam wurde festgehalten, dass die Fan-Kultur, die europaweite Anerkennung genieße, “eine nicht wegzudenkende Identifikation in Grün-Weiß” sei und dieses Attribut weiterhin Bestandteil des SK Rapid sein müsse.

Die Unterstützung, die die Anhänger der Westtribüne seit Saisonbeginn wegen des Mitte Juni von Rapid verkündeten Zehn-Punkte-Maßnahmen-Katalogs verweigern, wird es vorerst jedoch weiter nicht geben. Weitere Gespräche würden notwendig sein, war diesbezüglich in der Rapid-Mitteilung zu lesen. Nach dem abgebrochenen Derby beim Stande von 0:2 vom Mai wurde das Spiel 0:3 strafverifiziert, der Rekordmeister zu einer Geldstrafe von 50.000 Euro sowie zu einem “Geisterspiel” verurteilt.

Stadion-Verbot für Platzstürmer

Über 62 identifizierte Platzstürmer wurde ein bundesweites, zwölf bis 24-monatiges Stadion-Verbot verhängt. Der Maßnahmen-Katalog sieht u.a. vor, dass Derbys künftig im Happel-Stadion ausgetragen werden, die Verursacher mit einem Regressbetrag von 1.000 Euro belegt wurden und der Zutritt mit Jahres-Abos für die West- oder Ost-Tribüne nur noch gegen Vorlage eines Lichtbildausweises möglich ist und die Abos nicht mehr weitergegeben werden dürfen.

(apa)

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