Aussicht auf Irland-Hilfe stützt Euro

Der Kurs des Euro hat sich am Donnerstag von seinen jüngsten Kursverlusten erholt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde gegen 18 Uhr mit 1,3639 US-Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel hatte der Euro noch zeitweise bei 1,3526 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3647 Dollar (Mittwoch: 1,3481) fest. Der Dollar kostete damit 0,7328 (0,7418) Euro.

“Vor allem die sich abzeichnende Annahme von EU-Hilfen durch Irland hat den Euro gestützt”, sagte der Devisenexperte von der Landesbank Hessen-Thüringen, Ulrich Wortberg. Der irische Finanzminister Brian Lenihan hat angedeutet, sein Land werde ein Hilfspaket für die maroden irischen Banken akzeptieren. Es sei denkbar, dass die Kredite bereitgestellt würden, aber nicht abgerufen werden müssen, sagte er vor dem Parlament. Der irische Zentralbankchef Patrick Honohan hatte vor den Gesprächen gesagt, er erwarte, dass die irische Regierung “einen beträchtlichen Kredit” in deutlich zweistelliger Milliardenhöhe akzeptiere.

Im Nachmittagshandel gab der Euro jedoch einen Teil seiner zwischenzeitlichen Gewinne wieder ab. “Besser als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten haben den Dollar gestützt”, sagte Wortberg. Das Geschäftsklima für die Region Philadelphia hat sich im November überraschend deutlich aufgehellt. “Dies ist ein gutes Zeichen für die konjunkturelle Dynamik in den USA”, sagte Wortberg.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85220 (0,84895) britische Pfund, 113,72 (112,50) japanische Yen und 1,3475 (1,3426) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.350,25 (1.337,50) Dollar gefixt. Ein Kilo Gold kostete 31.490,00 (31.270,00) Euro.

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