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Augartenspitz: Demonstranten fordern Gespräch mit Häupl

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Die Gegner des Sängerknaben-Konzertsaals sind zäher als manche erwartet haben. Der Augartenspitz bleibt zumindest so lange besetzt, bis ein Gespräch mit dem Bürgermeister Häupl "auf Schiene ist".
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Heute, Mittwoch, haben die Aktivisten ein Schreiben an Michael Häupl (S) abgeschickt, in dem sie um einen Termin bitten. Häupl hatte gestern, Dienstag, erklärt, dass er prinzipiell als Mediator in der Causa zur Verfügung stünde, sollte er gefragt werden.

Jedoch hatte er zugleich bekräftigt, dass er weiterhin für den Bau des Konzertsaals sei. Die Aktivisten wollen trotzdem mit dem Stadtoberhaupt reden. Und sie wollen im Augarten bleiben, solange dieses Gespräch nicht “auf Schiene ist”, wurde am Mittwoch in einer Pressekonferenz betont. Denn man müsse den Ort vor Maßnahmen, die “irreversibel” seien, freihalten. Sprich: Die Gegner wollen den Beginn von Arbeiten auf dem Gelände verhindern.

Derzeit ist das Areal rund um die Uhr besetzt. Die Aktivisten nächtigen in Zelten und haben aufgrund der sommerlichen Temperaturen auch ein kleines Schwimmbecken aufgestellt. Die Zahl der Besetzer variiert, wie heute betont wurde, denn nicht alle hätten immer Zeit. “Es sind nicht nur die vielzitierten Arbeitslosen hier”, versicherte Monika Roesler vom Verein “Freunde des Augartens”.

Kritik übte sie an Aussagen von Sängerknaben-Präsident Walter Nettig, der beklagt hatte, dass die Aktivisten die “Grundregeln der Demokratie” nicht einhalten würden. Undemokratisch sei vielmehr vieles im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben gelaufen, so Roesler. So sei etwa der Prozess, der ein “Leitbild” für den Augarten zum Ziel hatte, nicht ergebnisoffen geführt worden.

Unterstützung kam am Mittwoch von anwesenden Prominenten. Der Schriftsteller Robert Menasse warnte bei der Gelegenheit den Bürgermeister. Dieser werde “unsere Solidarität im Kampf gegen Herrn Strache” brauchen, zeigte sich Menasse überzeugt. Man könne sich aber überlegen, ob es diese Unterstützung tatsächlich geben werde. Die Klubchefin der Grünen im Rathaus, Maria Vassilakou, forderte die Stadt auf, für den Konzertsaal andere Standorte – etwa das Stadtentwicklungsgebiet Nordbahnhof – ins Auge zu fassen.

Rein rechtlich ist die Stadt mit dem Vorhaben jedoch nur als Baubehörde befasst. Das Grundstück selbst gehört – so wie der gesamte Augarten – dem Bund. Die Aktivisten kämpfen seit Jahren gegen eine Verbauung des Augartenspitzes. Sie fordern, dass das Areal künftig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und nicht verbaut wird.

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