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Aufwärtstrend bei ÖTV-Damen

Der Aufwärtstrend im österreichischen Damen-Tennis hat sich auch in Wimbledon manifestiert. Nach Sybille Bammer zog Tamira Paszek in ein Grand-Slam-Achtelfinale ein.

Innerhalb von rund vier Wochen haben sich Sybille Bammer bei den French Open bzw. Tamira Paszek beim Rasen-Grand-Slam in London jeweils zum ersten Mal für ein Achtelfinale bei einem Major-Turnier qualifiziert. Ein Versprechen für die Zukunft, denn sowohl die 27-jährige Tennis-Mama aus Oberösterreich, als auch – und noch viel mehr – die 16-jährige Vorarlbergerin verfügen noch über weiteres Steigerungspotenzial. Paszek verbessert sich am Montag voraussichtlich um fast 20 Plätze etwa an die 35. Stelle, Bammer war zuletzt 21.

In Paris hatte Bammer mit ihrem konstanten Aufstieg trotz ihrer Mutter-Rolle internationales Interesse erregt, in Wimbledon war es Paszek, die Lobeshymnen der Welt-Presse erhielt. “Larri Passos scheint nach Gustavo Kuerten einen weiteren Champion an der Hand zu haben” (The Guardian) oder “Die 16-jährige Österreicherin Tamira Paszek ist ein außergewöhnliches Versprechen für die Zukunft” (The Daily Telegraph) sind nur zwei Beispiele daraus.

“Ich habe schon in Paris gesagt, dass Tamira in Wimbledon für Furore sorgen wird. Rasen ist ihr absolut stärkster Belag”, meinte Bammer-Coach Jürgen Waber. Für ihn sei dieses Achtelfinale “überhaupt keine Überraschung” gewesen. “Es ist toll, dass wir zwei so gute Spielerinnen haben, das ist für Sybille wieder ein Ansporn.”

Paszek hat mit Siegen über Tatiana Golovin (WTA-Nr. 17) und Jelena Dementjewa (13) gezeigt, dass sie bereits jetzt Top-20-Potenzial hat. Mit 16,5 Jahren ist sie Top 35. Und nach dem Fed Cup kommende Woche gegen Israel in Linz steht die nächste, harte Trainingsphase auf dem Programm. Paszek, die noch für ein, zwei Tage in London blieb, fliegt dann für etwa zwei Wochen ins Camp von Larri Passos nach Brasilien. Der Mann, der Gustavo Kuerten zum dreifachen Paris-Titel geführt hat, gilt als beinharter Coach. “Man weiß von ihm, dass er sehr hart und intensiv trainiert. Es hat sich auch schon sehr viel getan bei Tamira”, attestiert ihr Waber.

Beim Fed Cup in Linz geht es um den Aufstieg in die Weltgruppe I, vorerst auch die letzte Gelegenheit für Fans, Bammer und Paszek in Österreich live zu sehen. Denn beide Spielerinnen werden nun definitiv beim ersten WTA-Turnier in Bad Gastein (21. bis 29. Juli) fehlen.

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