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Aufregung um Sex in Wiener Pensionistenheim

Eine Kommission soll nun prüfen, ob der Sex auch freiwillig war.
Eine Kommission soll nun prüfen, ob der Sex auch freiwillig war. ©APA/BARBARA GINDL
Die Patientenanwältin Sigrid Pilz beklagt einen Mangel an Pflegepersonal in Wiener Pensionistenheimen. Dadurch sei es in einem Heim zu - womöglich unfreiwilligem - Sex unter den Bewohnern gekommen.

Im Pensionistenwohnhaus Rossau in Wien-Alsergrund soll es in den letzten Jahren mehrmals zu Sex unter den dementen Patienten gekommen sein. Ob die Frauen diesen willentlich ausführten, ist dabei nicht bekannt. Ans Licht gekommen ist die Causa, nachdem eine Ex-Pflegerin eine Schmutzzulage forderte. Patientenanwältin Sigrid Pilz sieht in allen Wiener Pensionistenheimen einen eklatanten Personalmangel und eine Überforderung der Mitarbeiter.

Wenige Mitarbeiter zur Betreuung

In den sogenannten Tagfamilien, in denen die meist dementen Bewohner untertags betreut werden, gebe es oft nur eine Pflegeperson, so Pilz. Eine ehemalige Angestellte spricht von erheblichem Arbeitsaufwand und forderte eine Schmutzzulage, weil sie Kot der Bewohner wegwischen musste. Eine zweite Pflegerin berichtet von mehrmaligen Sex unter den Patienten. Ob die Frauen dabei wussten, wie ihnen geschah, soll nun eine externe Kommission herausfinden.

Sex in Seniorenheimen nichts Neues

KWP-Chefin Gabriele Graumann verteidigt jedoch die Arbeitssituation. Die Pflege finde hauptsächlich in der ambulanten Station nebenan statt, in den Tagesfamilien würden die Patienten nur beschäftigt werden. Und auch sexueller Kontakt ist in Seniorenheimen nichts Neues. In diesem Fall handle es sich etwa um Personen, die bereits vor ihrer Einweisung eine sexuelle Beziehung hatten.

 

 

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