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Aufregung um Palästinaflagge beim ESC-Finale: Strafe für Island erwartet

Die Hardrockgruppe hatte während eines Zwischenschnitts eine Palästinaflagge in die Kamera gehalten.
Die Hardrockgruppe hatte während eines Zwischenschnitts eine Palästinaflagge in die Kamera gehalten. ©Thomas Hanses/eurovision.tv
Für einen Aufreger beim Song Contest-Finale am Sonntag sorgte die isländische Band Hatari, als sie in einem Zwischenschnitt die Palästinaflagge in die Kamera hielt. Nun werden Konsequenzen gefordert.
Ärger über Madonna-Auftritt
Die Niederlande sind Song Contest-Sieger

Nachdem die isländischen Teilnehmer in einem Zwischenschnitt beim Finale des Eurovision Song Contests in Tel Aviv als politisches Statement die Palästinaflagge in die Kamera hielten, fordert der israelische Ausrichtersender KAN Konsequenzen.

Israelischer Sender erwartet Bestrafung Islands

Der Sänger der isländischen Hardrockgruppe Hatari, Klemens Nikulasson Hannigan, hatte neben der Flagge mit den Händen auch ein Victory-Zeichen geformt. “Die Isländer werden sicherlich von der Europäischen Rundfunkunion bestraft, die mit denen, die ihre Regeln verletzen, alles andere als nachsichtig ist”, zeigte sich KAN-Chef Eldad Koblenz überzeugt.

Ein EBU-Sprecher wollte die Causa mit Verweis auf die laufende Diskussion nicht kommentieren. Hintergrund ist die Regelung, dass politische Äußerungen beim Eurovision Song Contest strikt untersagt sind.

Auch Flaggen bei Madonna-Auftritt

Auch einen kleinen Seitenhieb auf Ex-Superstar Madonna, die als Pausenact während des Finales am Samstagabend zwei Songs zum Besten gab und dabei zwei sich umarmende Hintergrundtänzer mit israelischer und palästinensischer Flagge auf dem Rücken im Gepäck hatte, wollte sich Koblenz nicht verkneifen: “Wir freuen uns, dass sie in einer Situation gekommen ist, in der nur wenige Künstler bereit sind, in Israel aufzutreten. Vielleicht hatte sie aber schon erfolgreichere Auftritte.”

(APA/Red)

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