Aufnahme von Flüchtlingen: Österreicher folgen mehrheitlich Kurz-Linie

Wie ernst die Lage in Moria und Co. ist, zeigt etwa das "UNICEF Photo of the Year"
Wie ernst die Lage in Moria und Co. ist, zeigt etwa das "UNICEF Photo of the Year" ©APA/AFP/ANGELOS TZORTZINIS
Ergebnis einer aktuellen Umfrage: Die Österreicher folgen mehrheitlich (zu 49 Prozent) der Linie der ÖVP, Flüchtlingen vor Ort zu helfen und nicht einmal Jugendliche aus Lagern wie jenen in Griechenland aufzunehmen.
Im Gespräch mit einer Flüchtlingshelferin in Moria

Das zeigt eine Umfrage für den ORF-"Report", die das Gallup-Institut unter 1.000 Personen durchgeführt hat. Allerdings ist die Stimmung im Land durchaus gespalten. Denn immerhin 47 Prozent wären auch bereit, zumindest Kinder ins Land zu lassen.

Flüchtlinge: Nur sieben Prozent wollen gar nicht helfen

Sehr klein ist die Gruppe jener, die gar nichts für Flüchtlinge tun wollen, nämlich bloß sieben Prozent. Doch immerhin 42 Prozent folgen dem Mantra der Kanzlerpartei, dass man sich auf die Hilfe vor Ort konzentrieren sollte.

Auf der anderen Seite ist fast jeder Fünfte (19 Prozent) dafür, Flüchtlinge aus den griechischen Lagern aus humanitären Gründen auf jeden Fall aufzunehmen. 15 Prozent würden Kindern mit Familien in Österreich Unterkunft gewähren und 13 Prozent unbegleiteten Jugendlichen.

Insgesamt bekommt die Linie der Regierung eine 48-prozentige Zustimmung. Auf Missfallen stößt sie bei 40 Prozent.

Flüchtling aufnehmen oder nicht: Unterschiede bei Alter und Bundesland

Was die Alterskohorten angeht, sind die Unter-30-Jährigen zu 61 Prozent dafür, Flüchtlingen aus Griechenland in Österreich Aufnahme zu ermöglichen. Die anderen Altersgruppen sind eindeutig dagegen. Interessant ist der Bundesländer-Vergleich. Im Westen, also den Bundesländern Tirol und Vorarlberg, sind gesamt 62 Prozent für eine Aufnahme, im Süden, der Steiermark und Kärnten, dagegen nur 40 Prozent. Auch die meisten anderen Regionen sind mehrheitlich gegen die Aufnahme. Außer im Westen gibt es nur noch in Wien eine leichte Mehrheit dafür.

(APA/Red)

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