AUA-Vorstand Malanik findet Vorstandsverstärkung "eine gute Sache"

AUA-Vorstand Peter Malanik macht gute Miene zum bösen Spiel. Dass ihm und seinem Vorstandskollegen Andreas Bierwirth ab April 2011 Thierry Antinori als Vorstandsvorsitzender vor die Nase gesetzt wird, stört ihn nicht.
“Ich finde die Verstärkung eine gute Sache”, sagte er heute, Donnerstag, am Rande einer Studienpräsentation des Österreichischen Luftfahrtverbandes im Hotel InterContinental zur APA. Antinori sei ein “Schwergewicht” und seine Berufung nach Wien zeige, dass die AUA vom Mutterkonzern Lufthansa ernst genommen werde. “Ich sehe das als Signal, uns zu stärken”, betonte der AUA-Chef.

Wien. Malanik hält einen Dreier-Vorstand bei einem Unternehmen dieser Größe für “angemessen”, zumal man ohnehin schon an die Grenzen gegangen sei. Auf die Frage, warum Lufthansa-Boss Wolfgang Mayrhuber die Aufstockung des Vorstands dann erst vor einigen Wochen ausschloss, sagte Malanik: “Das müssen sie Mayrhuber fragen.”

Der AUA-Vorstand versicherte, dass der Sparkurs unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden nicht verschärft werde. “Antinori findet gut, was wir tun, und wir werden zu dritt weitermachen.” Spekulationen, dass Antinori vor allem Bierwirth auf die Zehen steigen will, wischt Malanik vom Tisch: “Niemand geht.”

Wie die Aufgaben in Zukunft verteilt werden, steht noch nicht fest. “Wir werden das in den nächsten ein bis zwei Monaten verteilen und vom Aufsichtsrat absegnen lassen”, sagte Malanik. Es müsse nicht sein, dass Antinori sein angestammtes Gebiet, den Vertrieb übernimmt. Der französischstämmige Antinori ist derzeit bei der Lufthansa als Passage-Vorstand für Marketing und Vertrieb zuständig.

Wer Antinori bei der Lufthansa nachfolgt, sei ebenfalls noch nicht ausgemacht. “Das weiß nicht einmal er selber.” Ins Spiel gebracht wurden bisher von deutschen Medien Josef Bogdanski, bisher Chef des Vertriebs in Deutschland, Karsten Benz, Leiter des europäischen Vertriebs sowie Thomas Winkelmann, Chef von Germanwings, der Billigflug-Tochter von Lufthansa.

In jedem Fall werde der Abgang von Mayrhuber per Jahresende eine Zäsur bedeuten. “Danach beginnt eine neue Ära”, ist sich Malanik sicher.

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