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Attacke auf Kirche in Wien-Favoriten: Erzdiözese Wien erwartet Aufklärung

Die Erzdiözese Wien fordert rasche Aufklkärung.
Die Erzdiözese Wien fordert rasche Aufklkärung. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Die Erzdiözese Wien verurteilt die Attacke auf die Pfarrkirche St. Anton in Wien-Favoriten am Donnerstagabend und erwartet rasche Aufklärung und Konsequenzen.
Jugendliche stürmten Kirche in Favoriten

"Das Ganze ist eine ernste Sache: Gläubige haben das Recht, ungestört ihre Religion ausüben zu können. Dieses Recht ist eine der Säulen eines friedlichen Zusammenlebens und muss geschützt werden - gerade in Wien, wo der Religionsfriede vorbildlich ist", erklärte Diözesansprecher Michael Prüller Freitagabend gegenüber Kathpress.

Jugendbande rund um Kirche in Wien-Favoriten auffällig

Rund um die Kirche St. Anton habe es seit rund zwei Wochen verstärkte Wahrnehmung von Belästigungen durch eine Jugendbande gegeben, die zuletzt eskaliert seien, führte Prüller aus. "Nicht nur die katholische Pfarrkirche, auch andere Institutionen im Grätzl haben schon schlechte Erfahrungen gemacht. Wir sind mit der Polizei diesbezüglich in gutem Kontakt und gehen davon aus, dass sie das Problem rasch in Griff bekommt und es entsprechende Konsequenzen gibt." Die Gesellschaft müsse eine Antwort auf die Randalierer in Favoriten finden. "Aber dazu braucht es zuerst Klarheit über ihre Hintergründe, Motive und Ziele", meinte der Sprecher der Erzdiözese Wien.

Kurz gegen falsche Toleranz

Nach der Attacke gegen eine Kirche in Wien-Favoriten hat sich Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gegen falsch verstandene Toleranz gewandt. "Alle Christen müssen in Österreich frei und in Sicherheit ihren Glauben ausüben können! Wir werden den Kampf gegen den politischen Islam entschieden weiterführen und hier keine falsche Toleranz zeigen", schrieb Kurz auf Twitter.

Für Grüne "inakzeptabel"

Die Attacke einer Gruppe Jugendlicher auf eine Kirche in Wien-Favoriten ist auch für die Grüne Integrationssprecherin Faika El-Nagashi "inakzeptabel und gefährlich". "Wir dürfen uns von desintegrativen Gruppen nicht spalten lassen. Bei jedem dieser Vorfälle muss unsere Antwort sein: mehr Zusammenhalt, mehr Zusammenarbeit, mehr Demokratie, mehr Emanzipation, mehr Bildung, mehr Gewaltprävention, mehr Pluralität", sagte El-Nagashi gegenüber der APA.

Gewalt- und Aggressionspotenzial bei Jugendlichen werde durch jihadistischen Fundamentalismus und nationalistische Kampfrhetorik befeuert, meinte die Grüne Integrationssprecherin. Ansetzen will sie bei Gewaltprävention und bei Deradikalisierungsarbeit von allen Seiten, um dem islamistisch und nationalistisch begründeten, ideologischen Unterbau zu begegnen.

IGGÖ-Präsident Vural verurteilte Vorfälle

Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), Ümit Vural, hat am Samstag den Zwischenfall mit randalierenden Jugendlichen in einer Kirche in Wien-Favoriten vom Donnerstag verurteilt. "Für mich machte es keinen Unterschied, ob eine Kirche oder eine Moschee angegriffen wird", schrieb er auf Twitter. "Der Friede in unserer Gesellschaft darf nicht gefährdet werden. Die Causa ist aufzuklären und Verantwortlichen sind zur Rechenschaft zu ziehen."

Die IGGÖ setzte laut ORF vor der Favoritner Antonskirche ein Zeichen in Form einer Mahnwache, berichtete die Kathpress. Auch Tarafa Baghajati, Obmann der "Initiative Muslimischer Österreicherinnen und Österreicher" (IMO) schrieb demnach auf Facebook, die IMO wolle der Gemeinde der angegriffenen Pfarre St. Anton das große Entsetzen der Muslime Österreichs über das Verhalten der Jugendlichen ausdrücken; "nichts rechtfertigt ein derartig verantwortungsloses Verhalten".

(APA/Red)

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