Asylwerber verhaftet: Islamische Glaubensgemeinschaft von Festnahmen "tief verletzt"

Die Islamische Glaubensgemeinschaft Österreich ist empört über die Festnahmen der Asylanten.
Die Islamische Glaubensgemeinschaft Österreich ist empört über die Festnahmen der Asylanten. ©APA
Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) ist über die Festnahme von mehreren Flüchtlingen aus dem Wiener Servitenkloster empört.
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Das Vorgehen habe “insbesondere in diesen langen und heißen Ramadan-Tagen tief verletzt”, meinte Präsident Fuat Sanac via Facebook. Die geplanten Abschiebungen sollten laut ihm nicht stattfinden, da ein humanitäres Bleiberecht möglich sei.

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“Auch die Härte, die die Behörden gegenüber den Flüchtlingen an den Tag legen, erfüllt uns mit großer Sorge und großem Bedauern”, so Sanac weiter. Die Menschlichkeit dürfe nicht fremdenfeindlichen Ressentiments geopfert werden, “die insbesondere zu Wahlkampfzeiten geschürt werden könnten”. Die politische Situation in vielen Gegenden der Welt sei für alle eine Herausforderung, betonte der Muslime-Präsident. “Auch die sich daraus ergebenden Flüchtlingsströme.”

Auch die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) zeigte sich “entsetzt” über die Festnahmen. “Ich bin schockiert darüber, wie unmenschlich die österreichischen Behörden gegen Menschen vorgehen, die aus ihrem Heimatland geflüchtet sind”, meinte Julia Freidl vom Vorsitzteam in einer Aussendung. Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend (SJ), sieht in der geplanten Abschiebung das “Todesurteil” für die Betroffenen.

(APA/Red)

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