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Asthma-Risiko im Hallenbad

Schwimmkurse in stark chlorierten Hallenbädern können das Asthma-Risiko bei Kindern drastisch erhöhen.

Auch die Gefahr, andere chronische Lungenerkrankungen zu entwickeln, kann steigen, wie der deutsche Bundesverband der Pneumologen unter Berufung auf eine belgische Untersuchung berichtete. Die Fachärzte sprachen von einer besonders alarmierenden Erkenntnis.

„Dabei sind insbesondere kleine Kinder unter zwei Jahren gefährdet, da sich ihre Lungen noch in der Entwicklung befinden“, warnte Michael Barczok vom Lungenzentrum Ulm. Vor allem Kinder, die zu Allergien neigten, könnten eine Überempfindlichkeit gegenüber Chlor entwickeln. Bereits eine stark nach Chlor riechende Schwimmbadluft könne dann Asthmaanfälle auslösen.

Das größte Risiko stellen nach Angaben des Verbandes schlecht belüftete Schwimmhallen dar, deren Wasserqualität zudem mangelhaft ist. „Wenn Chlor im Wasser mit Urin oder Schweiß reagiert, entsteht der Reizstoff Trichloramin, der die Schleimhäute in den Atemwegen und Augen reizt“, erklärte Barczok. Deshalb sollten Schwimmhallen über eine gute Belüftung verfügen und die wasserhygienischen Standards peinlich genau einhalten. Bei der Wahl eines Schwimmkurses für Kinder sollten zudem Badeanstalten bevorzugt werden, bei denen chlorfreie Desinfektionsverfahren – etwa mit UV-Licht – zum Einsatz kämen.

Generell ist Schwimmen in Hallenbädern aber für Asthma-Patienten durchaus empfehlenswert, wie der Facharzt betonte: „Denn normalerweise beruhigt die warme, angefeuchtete Luft in der Schwimmhalle die überempfindlichen Atemwege von Asthmatikern und senkt damit ihr Risiko für Asthmaanfälle.“

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