Asphaltgorillas - Kritik und Trailer zum Film

Der Kleindealer Atris (Samuel Schneider) hat längst keine Lust mehr, nur Handlanger von Gangsterboss El Keitar (Kida Khodr Ramadan) zu sein. Da kommt ihm sein alter Kumpel Frank (Jannis Niewöhner) und ein dubioser Deal mit Falschgeld aus Asien gerade recht. Aber die Nummer ist viel zu groß für die beiden halbstarken Grünschnäbel aus Berlin.

Wenn es so etwas wie eine Allzweckwaffe unter den deutschen Regisseuren gibt, dann ist es Detlev Buck. Und dabei wirkt der Sohn eines Landwirtes aus Norddeutschland kein bisschen abgehoben, sondern grundsympathisch und humorvoll. Jetzt legt der Workaholic als Regisseur und Drehbuchautor mit “Asphaltgorillas” eine überdrehte Gangstergroteske vor. Ab Freitag im Kino.

Asphaltgorillas: Kurzinhalt zum Film

Angesiedelt ist das Werk irgendwo zwischen Quentin Tarantino und Fatih Akin. Der Film gleicht einer neonbunten Achterbahnfahrt durch die Straßen Berlins mit vielen irrwitzigen Wendungen, coolen Sprüchen, krassen Gangster-Karikaturen und genüsslich inszenierten Prügelorgien. Geballert wird auch reichlich. Und eine schön verrückte, aber völlig aus der Luft gegriffene Liebesgeschichte gibt es noch obendrauf.

Im Mittelpunkt des konfusen Plots steht der junge, türkischstämmige Kleindealer Atris (Samuel Schneider), der auf der Straße in Kreuzberg den harten Typen mimt, aber eigentlich ein braver Kerl ist, der noch bei seinen Eltern wohnt. Ganz anders sein alter, großmäuliger Kumpel Frank (Jannis Niewöhner), der in einem Luxushochhaus an der Spree residiert, einen Lamborghini fährt und sich fatalerweise mit asiatischen Geldfälschern einlässt.

Schnell wächst dem hypernervösen Frank die Sache über den Kopf, er bittet Atris um Hilfe. Aber der hat sich gerade in die attraktive Ladendiebin Marie (Ella Rumpf) verliebt und zeigt wenig Interesse an seinem Kumpel, der von einem Malheur zum nächsten stolpert. Und so irrlichtern diese “Asphaltgorillas”, die auf Motiven einer Kurzgeschichte von Ferdinand von Schirach basieren, eher wahllos zwischen Ballerorgie und Brachial-Humor.

Asphaltgorillas: Kritik zum Film

Warum Bucks phasenweise durchaus witzige Groteske so forciert und voller Klischees daherkommt, bleibt offen. An den Gangstertypen liegt es nicht: Kida Khodr Ramadan (“4 Blocks”) gibt wieder einmal den Furcht einflößenden Gangsterboss und Georg Friedrich (“Wilde Maus”) kommt als prolliger Kleingangster im speckigen Pelzmantel schön fies daher.

Aber bei den Hauptdarstellern hakt es, und dies liegt auch am schwachen Drehbuch: Samuel Schneider (“Boxhagener Platz”) spielt den eher farblosen Sympathieträger Atris, und Jannis Niewöhner als angeblich bester Kumpel Frank ist einfach nur eine Nervensäge. Die beiden verbindet gar nichts, und auch Ella Rumpf als mysteriöse Ladendiebin bleibt nur Beiwerk. Diese Gorillas sind einfach nur handzahm.

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(APA/Red)

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