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Armutskonferenz warnt vor sozialer Krise durch Corona

Die Armutskonferenz warnt vor einer Krise im Herbst.
Die Armutskonferenz warnt vor einer Krise im Herbst. ©APA/ROLAND SCHLAGER
Am Freitag warnte die Armutskonferenz vor einer sozialen Krise im Herbst, wenn viele der Coronahilfsmaßnahmen des Bundes auslaufen.

Zehn Repräsentantinnen von Mitgliedsorganisationen präsentierten entsprechende Hausaufgaben für die Regierung über den Sommer. Die Forderungen reichten vom Lückenschluss im Unterhaltsrecht über das Abfangen von Privatkonkursen bis zur Gewaltprävention.

Mehr Schulden durch Coronakrise

Schuldnerberater Clemens Mitterlehner warnte, dass Schulden in der Mitte der Gesellschaft angekommen seien. Noch gebe es Kreditstundungen sowie das Moratorium bei Sozialversicherungs- und Steuerzahlungen für Selbstständige. Im Herbst sei das Ende dieser Maßnahmen aber absehbar. In einem normalen Jahr rechne man mit circa 60.000 Klienten, jetzt erwarte man 80- bis 90.000.

Ilkim Erdost vom Netzwerk offene Jugendarbeit sprach ebenfalls von einer "riesigen Katastrophe, die im September droht". Sie forderte einen Ausbau der Ausbildungsgarantie. Manuela Vollmann ("arbeit plus") sprach sich für eine innovative Arbeitsmarktpolitik aus, um jenen, die es bereits vor der Krise schwer hatten, eine Perspektive zu bieten.

Einer Reform des Unterhaltsrechts redete Doris Pettighofer von der Plattform für Alleinerziehende das Wort. Christine Sallinger, die für die Plattform "Sichtbar Werden" sprach, erinnerte vor allem an Altersarmut und forderte den im Regierungsprogramm versprochenen Unterausschuss für Armutsbekämpfung.

Bessere Absicherung für Menschen mit Behinderung gefordert

Norbert Krammer ("VertretungsNetz - Erwachsenenvertretung") verlangte die bessere Absicherung von Menschen mit Behinderung. Maria Rösslhumer von den autonomen Frauenhäusern bezeichnete Gewalt an Frauen als eigentlich größte Pandemie. Gewaltprävention sei Armutsprävention, und diese beginne mit einer echten Gleichstellungspolitik.

Existenzielle Sicherung für Kinder

Auch Erich Fenninger von der Volkshilfe meldete sich zu Wort. Er kritisierte, dass viele der Maßnahmen der Bundesregierung im Familienbereich, etwa der Familienbonus Plus, gerade den Ärmsten nicht zugutekämen. Es brauche eine existenzielle Sicherung für alle Kinder.

Für die evangelische Diakonie sprach sich Martin Schenk für den Ausbau notwendiger Therapien für Kinder aus. Martin Hohl von der katholischen Jungschar pochte auf die Einführung einer universellen Kindergrundsicherung.

(APA/Red)

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