Arbeiter sollen auf Gerüst von Notre-Dame geraucht haben

Die Firma beteuert, dass das Feuer nicht durch Zigaretten ausgelöst wurde.
Die Firma beteuert, dass das Feuer nicht durch Zigaretten ausgelöst wurde. ©APA/AFP/KENZO TRIBOUILLARD
Nach dem Brand der Kathedrale Notre Dame in Paris gibt nun die Gerüstfirma zu, dass ihre Arbeiter auf dem Dach geraucht hätten. Das Feuer habe das aber nicht ausgelöst.
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Vor dem Großbrand von Notre Dame haben Arbeiter auf dem Dach der Pariser Kathedrale das strikte Rauchverbot missachtet. Das räumte die Gerüstbaufirma Le Bras Freres am Mittwoch ein. Einige ihrer Mitarbeiter hätten “sich ab und zu über das Verbot hinweggesetzt”, berichtete die Firma. “Wir bedauern das.” Das Unternehmen bestritt aber einen Zusammenhang mit dem verheerenden Feuer.

Bauarbeiter hätten auf Gerüst geraucht

Mitarbeiter der Firma hatten auf dem Dach der Kathedrale für Renovierungsarbeiten ein Gerüst um den gut 90 Meter hohen Spitzturm aufgestellt, der bei dem Brand einstürzte. Firmensprecher Marc Eskenazi warb um Verständnis für die Arbeiter, die das Rauchverbot missachtet hätten. Es sei “ein bisschen schwierig gewesen, von dem Gerüst hinabzusteigen, weil das Zeit braucht”.

Der Sprecher des Unternehmens mit Sitz in Jarny bei Metz in Ostfrankreich betonte aber: “In keinem Fall kann ein schlecht ausgedrückter Zigarettenstummel Ursache des Brandes von Notre-Dame sein.”

Kurzschluss bei Motoren vermutet

Die Satire- und Investigativzeitung “Le Canard enchaine” berichtete in ihrer aktuellen Ausgabe, die Ermittler gingen zudem der Hypothese eines Kurzschlusses bei den Elektromotoren der Aufzüge zu den Gerüsten nach. Firmensprecher Eskenazi schloss auch dies aus: Es habe “keinerlei Probleme” mit den Motoren gegeben, sagte er. Zudem seien sie weit von dem Spitzturm entfernt, und das Feuer habe “im Inneren des Gebäudes” begonnen.

(APA/red)

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