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"Approximation by Bilderbuch": MQ zeigt die Band als Gesamtkunstwerk

Bei der Ausstellung "Approximation by Bilderbuch" im MQ
Bei der Ausstellung "Approximation by Bilderbuch" im MQ ©eSeL.at - Lorenz Seidler
Eine aktuelle Ausstellung im MuseumsQuartier Wien widmet sich einer der wichtigsten heimischen Bands aus künstlerischer Perspektive: Bilderbuch.
Angekündigt: Bilderbuch-Schau

Eine Ausstellung über eine Popband ohne Musik? Nun, ganz so verhält es sich mit "Approximation by Bilderbuch" auch wieder nicht. Doch die Schau im Wiener MuseumsQuartier, die sich in den kommenden Monaten einer der wichtigsten heimischen Musikformationen widmet, verfolgt definitiv einen anderen Ansatz. Eben eine künstlerische Annäherung an Sänger Maurice Ernst und Co.

Die vielen Kollaborationen von Bilderbuch

"Diese Annäherung ist es auch, die uns hier zusammenbringt", unterstrich Jannik Schäfer, einer der Kuratoren, am Donnerstag bei der Presseführung. "Von Beginn an erschien uns dieses Konzept sinnvoll. Wenn die Band an Songs arbeitet, dann kann man diese hören. Doch soll noch mehr passieren." Und um die Frage "Wer findet Ausdrücke dafür?" geht es in den Räumlichkeiten des Q21, die von 28. Februar bis 20. August ganz im Zeichen der vielen Kollaborationen von Bilderbuch stehen. "Hier finden sich Künstler, die mit der Band eine gemeinsame Energie entwickeln."

Bühnensituation im MQ zu erleben

So trifft man eingangs etwa auf eine Bühnensituation im Kleinen: Daliah Spiegel, die die Bilder des Erfolgsalbums "Schick Schock" verantwortete, hat nämlich eine "People Platform Pleasure Power" fabriziert, auf der sich der Betrachter als Entertainer fühlt - und letztlich doch wieder auf die Beobachterposition zurückgeworfen wird. Denn auf dem kleinen Podest stehend, gibt es zwei mit Kameras verbundene Monitore, die stets nur die eigene Rückseite zeigen. Man steht also im Fokus und bleibt doch unnahbar.

Vom virtuellen in den realen Raum wird die "Europapass"-Aktion, die die Band im Vorjahr zur EU-Wahl initiierte, geholt. Die Zusammenarbeit mit Selam X ermöglichte damals, einen digitalen europäischen Pass mit eigenem Konterfei zu erstellen. Im MQ ist diese Vorlage nun als haptische Installation spürbar und behält sich doch ihren synthetischen Touch. Wenige Schritte weiter ist eine von Sucuk & Bratwurst entworfene Gitarrenskulptur, aus deren Hals eine Hand in Richtung der Saiten wächst, zu sehen. Das Cover der Live-Single "Dates" wurde vom Gitarrenbauer David Kaserer umgesetzt.

"Approximation by Bilderbuch": Neue Begegnungen

Auf diese Weise ermöglicht diese "Approximation" nicht nur, bereits bekannte Arbeiten in einem anderen Kontext (und teils größerer Ausführung) zu sehen, sondern bietet auch neue Begegnungen. Knapp 70 Prozent der Objekte seien neu oder für die Ausstellung adaptiert worden, so Fresh Max, der ebenfalls mitkuratierte und mit einem Getränkeautomaten (Stichwort: "Softdrink") vertreten ist.

Um 1,80 Euro kann man sich da gespritzten Apfelsaft holen - immerhin limitiert auf 250 Stück. "Bilderbuch bauen durch diese Kollaborationen eine Community auf", unterstrich Kurator und Initiator Klaus Krobath. "Da geht es auch um den Austausch. Und hier sieht man, wie stark die Künstler wirklich sind."

Highlights in MQ-Schau: Sneaker-Wand und Co.

Ein Highlight findet sich schließlich in den beiden letzten Räumen, wo man u.a. auf die Bühnendesigns von Clemens Loeffelholz trifft. Einerseits ist das eine 400 Schuhe umfassende Sneaker-Wand (im Original waren es bei der "Magic Life"-Tour sogar 1.000, die inklusive stützender Konstruktion beinahe eine Tonne wogen), andererseits die "One Earth"-Bühne, die im Vorjahr auch bei den Open-Air-Konzerten vor dem Schloss Schönbrunn die Blicke auf sich zog. Und hier kommt dann doch die Musik ins Spiel, haben Bilderbuch für diese Installation doch 30 Minuten neuer Sounds eingespielt - instrumental und deutlich experimenteller, als es viele wohl gewohnt sind.

Für MQ-Direktor Christian Strasser ist "Approximation by Bilderbuch" jedenfalls einer der diesjährigen Höhepunkte in seinem Areal. "Diese Gruppe hat immer die Nähe zu Künstlern gesucht. Nun ist zu sehen, wie intensiv diese Zusammenarbeit war und dass sie weit über ein Cover hinausgeht. Als Klammer fungiert die Band, um die eine Art künstlerisches Universum entstanden ist." Krobath ging sogar soweit, einen Vergleich mit der legendären Factory um Andy Warhol anzustellen, die ebenfalls Musiker und bildende Künstler zusammenführte. "In den vergangenen zwei Monaten waren jedenfalls diese Ausstellungsräumlichkeiten fast wie eine Factory."

Ausstellung "Approximation by Bilderbuch" von 28. Februar bis 20. August im frei_raum Q21 des MuseumsQuartiers, Museumsplatz 1, 1070 Wien, tägl. von 12-19 Uhr. Podcast unter diesem Link.

Weitere Infos und Tickets finden Sie hier.

(apa/red)

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