Apotheker warnen vor Medikamenten-Engpass

Medikamente kommen bisher zum größten Teil aus dem Ausland.
Medikamente kommen bisher zum größten Teil aus dem Ausland. ©APA-FOTO: GEORG HOCHMUTH
Heimische Apotheker warnen vor einem Medikamenten-Engpass in Europa. Durch das Coronavirus verschärfen sich die Engpässe für Medikamente, die größtenteils aus dem Ausland kommen.

Die Apothekerkammer warnt vor einem Medikamenten-Engpass durch die Coronakrise. Schon jetzt würden Apothekerinnen und Apotheker durchschnittlich zwei Stunden ihrer täglichen Arbeitszeit damit verbringen, vor Ort nicht erhältliche Arzneimittel zu beschaffen oder das Problem anderwärtig, etwa durch Ausweichen auf ein wirkstoffähnliches Produkt, zu lösen, so die Interessenvereinigung am Freitag.

Pharmaindustrie nach Europa zurückholen

In den meisten Fällen gelinge das auch, aber Corona vergrößere das Problem. "Die Gratwanderung zwischen Lieferengpass und Versorgungsengpass wird immer steiniger. Eine drohende Verschärfung der Situation sollte Politik und Behörden ab sofort dazu veranlassen, einen Teil der Pharmaindustrie auf unseren Kontinent zurückzuholen", forderte Christian Wurstbauer, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer, in einer Aussendung.

Ein Großteil der Arzneimittel-Produktion findet in asiatischen Ländern wie China und Indien statt. "Corona verdeutlicht die bestehende Abhängigkeit Europas von Asien bei Produktion und Lagerung von Medikamenten", so Wurstbauer.

(APA/red)

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