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Antikörpertests: NEOS kritisieren Einkaufspolitik

Loacker kritisierte die Einkaufspolitik bei den Antikörpertests.
Loacker kritisierte die Einkaufspolitik bei den Antikörpertests. ©APA
Die NEOS wollen von der Regierung wissen, welche Strategie in puncto Antikörpertests verfolgt wird und ob exklusiv auf jene des Schweizer Pharmariesen Roche gesetzt wird.

Die NEOS haben von der Regierung in einer parlamentarischen Anfrage Antworten zur Strategie bei Antikörpertests auf das Coronavirus verlangt.

Dass es diese Tests in Österreich gibt, sei erwiesen, betonte Gesundheitssprecher Gerald Loacker in einer Aussendung. Diese seien offenbar verfügbar und validiert. Das Gesundheitsministerium würde aber scheinbar nur bei einer Herstellerfirma einkaufen.

AUVA soll Antikörpertest in Eigenregie entwickelt haben

"Diese Konzentration hat schon bei den PCR-Tests zu einem gefährlichen Flaschenhals geführt, weil die Roche-Apparaturen nur mit Roche-Reagenzien funktionieren - und die im Endeffekt knapp wurden beziehungsweise nicht mehr ausreichend verfügbar waren", hielt Loacker am Donnerstag fest. Er verwies auf einen Bericht der Kronen Zeitung (Donnerstag-Ausgabe), in dem es hieß, dass die AUVA bereits in Eigenregie einen tauglichen Antikörpertest entwickelt habe.

Die AUVA will den Test demnach bei den 4.000 Mitarbeitern in sieben Unfallkrankenhäusern und vier Reha-Zentren einsetzen. Innerhalb von 15 bis 20 Minuten würde nach einem Test ein Ergebnis vorliegen, zitierte die Zeitung eine Quelle. Auch das Austrian Institute of Technology (AIT) hat einen validen Antikörpertest entwickelt. "Die klinische Phase ist vorüber, täglich sind bis zu 2.000 Tests möglich", wurde der Mikrobiologe Dieter Mitteregger zitiert.

NEOS fordern breit angelegte Teststrategie

Loacker meinte dazu: "Die AUVA arbeitet bereits mit Antikörpertests. Die Aufsichtsbehörde der AUVA, das Gesundheitsministerium, evaluiert aber noch Tests. Es sieht ganz danach aus, als ob alles getan wird, um die Geschäfte wieder ausschließlich mit der Firma Roche zu machen." Es benötige aber eine breit angelegte Teststrategie, um das Coronavirus einzudämmen. Die Regierung habe es freilich verabsäumt, wirklich großflächig und tatsächlich zu testen. "Österreich ist damit in der Phase der Lockerungen weiterhin im absoluten Blindflug unterwegs", so Loacker.

Die NEOS wollen nun wissen, welche Tests die AUVA verwendet, warum exklusiv auf jene des Schweizer Pharmariesen Roche gesetzt wird oder ob die Beschaffung von Antikörpertests wieder über das Rote Kreuz Wien abgewickelt wird.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) verwies im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag auf die Qualität der am Markt erhältlichen Tests, die "deutlich besser geworden ist". Es werde ein eigenes Antikörper-Testprogramm entwickelt, gab Anschober bekannt.

(APA/Red)

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