Ansturm auf Medizin-Unis ungebrochen

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Die Attraktivität des Medizin-Studiums ist ungebrochen: 9.380 Interessenten haben sich an den drei Medizin- Universitäten in Wien, Graz und Innsbruck für die Aufnahmeverfahren am 4. Juli angemeldet.

Das ist um über 13 Prozent mehr als im Vorjahr (8.270 Anmeldungen), teilten die drei Medizin-Unis nach Ablauf der Voranmeldungsfrist am Montag mit.

Für ein Studium an den Medizin-Unis Wien und Innsbruck müssen die Bewerber den “Eignungstest für das Medizinstudium” (EMS) bestehen. Wer in Graz studieren will, muss sich dem dortigen, vom EMS unterschiedlichen Auswahlverfahren stellen.

Im Wintersemester 2008/09 stehen insgesamt 1.500 Anfängerplätze für die Studien Humanmedizin und Zahnmedizin zur Verfügung. In Wien sind es insgesamt 740 (davon 80 für Zahnmedizin), in Innsbruck 400 (davon 40 Zahnmedizin) und in Graz 360 (davon 24 Zahnmedizin). Aufgrund der geltenden Quotenregelung stehen jeweils 75 Prozent der Plätze für Bewerber mit österreichischem Reifezeugnis zur Verfügung, 20 Prozent für EU-Bürger und fünf Prozent für Nicht-EU-Bürger.

Von den insgesamt 9.380 Bewerbern kommen 58,7 Prozent (5.503) aus Österreich und 36,7 Prozent (3.441) aus Deutschland – was keine Veränderung gegenüber 2007 bedeutet. Wie schon im Vorjahr sind von den insgesamt 2.579 Bewerbern an der Medizin-Uni Innsbruck wieder deutlich mehr aus Deutschland (1.493) als aus Österreich (987). In Wien sind von den insgesamt 5.092 Interessenten 3.243 aus Österreich, 1.576 aus Deutschland. In Graz kommen von den insgesamt 1.709 Angemeldeten 1.273 aus Österreich.

Nicht abschrecken ließen sich die weiblichen Bewerber offensichtlich von den zahlreichen Berichten über das schlechte Abschneiden von Frauen: In Graz und Innsbruck ist die Frauenquote bei den Bewerbern mit 58 bzw. 57 Prozent gegenüber 2007 praktisch gleich geblieben, in Wien von 57,8 auf 59,2 Prozent sogar gestiegen.

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