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Anschober: Gratis Coronatests für Reiserückkehrer aus Kroatien

Neues Testprogramm für Kroatien-Rückkehrer angekündigt.
Neues Testprogramm für Kroatien-Rückkehrer angekündigt. ©APA/HELMUT FOHRINGER
303 Neuinfektionen mit dem Coronavirus sind von Freitag auf Samstag in Österreich registriert worden. Bei rund einem Drittel der Neuinfizierten handelt es sich um Reiserückkehrer, großteils aus Kroatien. Gesundheitsminister Anschober kündigte ein gratis Screening-Programm für Urlauber aus Kroatien an.

"In einer am Freitag erteilten Weisung und einem Erlass von Innenminister und Gesundheitsminister wurde daher eine weitere Verstärkung der Grenzkontrollen an den betroffenen Grenzübergängen angeordnet", teilte das Gesundheitsministerium am Samstagnachmittag in einer Presseaussendung mit. Schon in den vergangenen Wochen sei die Kontrolltätigkeit schrittweise erhöht worden. Am Freitag gab es demnach fast 60.000 Kontrollen.

Reisewarnung für Kroatien ab Montag in Kraft

Ab Montag gelten für Kroatien eine Reisewarnung und verschärfte Einreisebestimmungen nach Österreich. Mehrere zehntausend heimische Urlauber dürften davon betroffen sein. Wie bereits aus anderen "Risikogebieten" wie dem Kosovo, Serbien oder Bosnien und Herzegowina müssen sie ab Montag bei der Einreise entweder ein aktuelles Gesundheitsattest mit negativem Testergebnis vorlegen oder innerhalb von 48 Stunden in Österreich einen Coronatest einleiten. Bis zum Vorliegen des Ergebnisses hat eine Heimquarantäne eingehalten zu werden. Diese sei "rechtlich verpflichtend umzusetzen", betonte das Gesundheitsministerium.

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) forderte in diesem Zusammenhang mehr Gesundheitspersonal an den Grenzen, um die Kontrollen von heim- bzw. durchreisenden Urlaubern effizienter gestalten zu können. "Die Polizei kontrolliert derzeit deutlich mehr als die Gesundheitsbehörden", betonte Nehammer am Samstag. Seit Anfang August 2020 habe man mehr als 800.000 polizeiliche Kontrollen an den Grenzen und im grenznahen Hinterland vorgenommen. Davon wurden etwa 650.000 gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden abgewickelt. "Etwa 150.000 Kontrollen mussten aber ohne Beteiligung der Gesundheitsbehörden vorgenommen werden", bedauerte Nehammer. Die Gesundheitsbehörden müssten "ihren Personaleinsatz sofort erhöhen, um effiziente und gemeinsame Kontrollen sicherzustellen".

Anschober kündigt Testprogramm für Urlauber aus Kroatien an

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kündigte unterdessen ein neues Testprogramm für Urlauber an, die zwischen 7. und 17. August - dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der Reisewarnung - aus Kroatien zurückgekehrt sind bzw. zurückkehren. "Wir wollen mit diesem freiwilligen Screening-Programm detailliert kontrollieren, wie hoch die Infektionsrate bei Reiserückkehrern aus Kroatien in den vergangenen Tagen vor den neuen verschärften Einreisebestimmungen tatsächlich war und ist und zusätzlich zu den bereits positiv auf das Coronavirus getesteten Reiserückkehrenden aus Kroatien auch möglichst viele Rückkehrer ohne Symptome testen", gab Anschober am Samstagnachmittag bekannt. Damit wolle man "die Dunkelziffer möglichst klein halten und genaue Informationen über das tatsächliche Infektionsgeschehen erhalten".

Gratis Coronatests für Heimkehrer, die sich bei 1450 melden

Ab Montag ist es für die gesamte kommende Woche für die betroffenen Kroatien-Heimkehrer möglich, sich bei der Corona-Hotline 1450 zu melden und - auch bei Vorliegen keiner Symptome - eine Gratistestung zu erhalten. "Da es sich hier um große zusätzliche Testmengen handeln wird, ist nicht auszuschließen, dass das Ergebnis in Einzelfällen nicht innerhalb der vorgegebenen 48 Stunden vorliegen wird", ersuchte Anschober um Verständnis. Der Gesundheitsminister appellierte an alle Betroffenen, "diese Testmöglichkeit zu nützen und bis zum Vorliegen des Ergebnisses sich so zu verhalten, dass es im Infektionsfall zu keinen Ansteckungen kommen kann".

Grundsätzlich sollten alle Urlauber "die Grundregeln des Schutzes vor Corona" - Hygienemaßnahmen, Mindestabstand, Mund-Nasen-Schutz - in den Ferien jedenfalls immer dort beachten, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, bekräftigte Anschober.

Der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) zeigte sich von den gesetzten Schritten nach einer Sitzung der Landesgesundheitsreferenten angetan. "Als Wiener Gesundheitsstadtrat begrüße ich ausdrücklich, dass nun erste Schritte gesetzt werden, um die Situation rund um die Reiserückkehrer zu stabilisieren", meinte er gegenüber der APA.

(APA/Red)

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